Die Kunsthalle Mannheim steht vor einem entscheidenden Entwicklungsschritt in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Zwischen dem herausragenden städtebaulichen Denkmal-Ensemble des Friedrichsplatzes vom Anfang des 20. Jahrhunderts und dem Jugendstil-Kernbau der Kunsthalle (Billing-Bau), erhält das Museum sein neues Hauptgebäude mit der Eingangsfassade zum Friedrichsplatz (Programmfläche 9 990 qm). Dieser Neubau ersetzt einen nach heutigen Maßstäben unzureichenden Erweiterungsbau von 1983 (Mitzlaff-Bau) und einen als Depot dienenden Tiefbunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie weitere angeschlossene Bauteile. Der bis 2013 in Generalsanierung befindliche Billing-Bau wird integraler Bestandteil der neuen Kunsthalle Mannheim. Der Durchführung dieses Wettbewerbs liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008 in der Fassung vom 12.9.2008 mit dem Einführungserlass des Landes Baden Württemberg vom 15.1.2009 zugrunde. Der Wettbewerb wird mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren als nichtoffener Architektenwettbwerb mit 14 geladenen und 16 ausgewählten Teilnehmern aus dem Bewerbungsverfahren durchgeführt. Von den 16 ausgewählten Teilnehmern werden 13 durch die Anwendung von Eignungskriterien / durch Losverfahren ermittelt, 3 Teilnehmer werden als “Junge Büros” durch separate Eignungskriterien / durch Losverfahren ausgewählt.
Die Ausloberin beabsichtigt, für die Wettbewerbsaufgabe neben den 14 gesetzten Teilnehmern sowohl qualifizierte, als auch junge Architekten an dem Wettbewerbsverfahren zu beteiligen. Hierzu wurden die teilnahmeberechtigten Bewerber zwei Teilnehmergruppen zugeordnet: Teilnehmergruppe 1 Architekten mit spezifischer Projekterfahrung: Für diese Bewerber gelten die vorab festgelegten Eignungskriterien anhand der benannten Referenzen, Von den Bewerbern werden 13 zur Teilnahme aufgefordert. Teilnehmergruppe 2 “Junge Büros”: Architekten, die nicht länger als 3 Jahre freiberuflich tätig waren. Eignungskriterium für diese Bewerber ist ausschließlich die Teilnahme an Wettbewerben für Kulturbauten. Die Zuordnung in die Kategorie “Junge Büros” ist obligatorisch. Von den Bewerbern werden 3 per Losverfahren ermittelt und zur Teilnahme aufgefordert. Ergänzende Unterlagen erhalten Sie auf Anforderung unter der Mail Adresse: nitsch@assmann-do.de.
Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja Teilnahmeberechtigt sind: In EWR-Staaten zum Tage der Auslobung ansässige natürliche Personen, die gemäß der Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes am Tage der Auslobung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt(-in) berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung nicht gesetzlich geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom, Prüfzeugnisse oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, deren Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/EWG (Architektenrichtlinie) bzw. 89/48/EWG (EG-Hochschulrichtlinie) gewährleistet ist. Juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf die der Wettbewerbsleistung entsprechnenden Planungsleistungen ausgerichtet ist und einer der Gesellschafter oder ein bevollmächtigten Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die an die natürlichen Personen gestellten Anforderungen erfüllt. Teilnahmeberechtigung siehe §4 RPW 2008. Die Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Fachrichtungen Tragwerksplanung, Freiraumplanung, Technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik, Energietechnik, Sicherheitstechnik sowie Lichtplanung wird dringend empfohlen. Die eventuelle Beratungsleistung der genannten Fachplaner ist jedoch nicht Gegenstand dieses Vergabeverfahrens.
Art des Wettbewerbs Nichtoffen Geplante Teilnehmerzahl: 30
Als Wetttbewerbssumme stehen insgesamt 210 000,00 EUR