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Kleiner Kiel Kanal - Vergabeverfahren mit integriertem Planungswettbewerb. Free!

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Published on July 13, 2012
Deadline July 26, 2012
Description in original language
Kleiner Kiel Kanal - Vergabeverfahren mit integriertem Planungswettbewerb.

Die Holstenbrücke in der Kieler Innenstadt ist heute geprägt durch ungestaltete, überdimensionierte Verkehrsflächen, die jegliche über die Verkehrsfunktion hinausgehende Aufenthaltsqualitäten vermissen lassen. Dabei kommt gerade diesem Stadtraum als verknüpfendes Element zwischen der Altstadt und der Vorstadt sowie zwischen Kleinem Kiel und Hafen eine Schlüsselrolle zu. Derzeit zerschneidet die Verkehrstrasse Holstenbrücke die Fußgängerzone, was eine deutlich sinkende Passantenfrequenz in der Altstadt zur Folge hat. Dies stellt einen eklatanten Standortnachteil für den dort ansässigen Handel dar. Beim Motorisierten Individualverkehr (MIV) handelt es sich in den Spitzenzeiten mit einem Anteil von bis zu 50 % um unerwünschten Durchgangsverkehr, der die Aufenthalts- und Verweilqualität nicht nur auf der Holstenbrücke, sondern auch im Umfeld wie den Bootshafen beeinträchtigt. Für den Straßenkörper der Holstenbrücke besteht Grunderneuerungsbedarf. Ziel der Neugestaltung ist die wesentliche Erhöhung der Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume und somit der Verweildauer von Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt. Damit einher geht eine wesentlich verbesserte Verknüpfung und Aufwertung der Einzelhandels- und Lauflagen der Altstadt und der Vorstadt. Ein Kernbestandteil der Planung ist der “Kleine Kiel Kanal” als stadträumlich verbindendes Element. Hierzu schreibt die Landeshauptstadt Kiel ein VOF-Vergabeverfahren mit einem integrierten Planungswettbewerb und anschließender Auftragsvergabe zur Erstellung der Planung aus. Die Bearbeitung der Aufgabenstellung erfodert die Fachdisziplinen der Freiraumplanung, Stadtplanung und Ingenieurplanung. Die Planungsleistungen sollen an einen Freiraumplaner in Arbeitsgemeinschaft mit einem Stadtplanungsbüro und einem Tiefbau- / Wasserbauingenieur vergeben werden; alternativ kommen auch Planungsbüros in Betracht, die das gesamte Leistungsspektrum abbilden.

Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer: Es werden Bewerbergemeinschaften /Bewerber gesucht, die Erfahrungen in der freiraumplanerischen, städtebaulichen und ingenieurtechnischen Planung und Realisierung von urbanen Freiräumen mit komplexen wasserbaulichen Aufgabenstellungen haben. Der Wettbewerb richtet sich an Freiraumplaner, Stadtplaner und Ingenieure, die sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschliessen müssen, soweit der Bewerber nicht allein alle Fachdisziplinen abdecken kann. Mehrfachbewerbungen jeglicher Art, auch unterschiedliche Niederlassungen eines Büros werden nicht zum Auswahlverfahren zugelassen. Abweichungen von den formalen Anforderungen der Bewerbung führen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren. Über die geforderten Bewerbungsunterlagen hinaus eingereichte Unterlagen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt, ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht. Die Gesamtteilnehmerzahl ist auf 8, einschließlich 2 vorausgewählter Teilnehmer begrenzt. Neben den 2 geladenen Teilnehmern (vgl. Punkt IV.2) werden weitere 6 Teilnehmer durch das vorgeschaltete Bewerbungsverfahren gemäß den Regelungen der VOF ermittelt. Erfüllen mehr als 6 Bewerbungen die o. g. Kriterien, ermittelt der Auslober die Teilnehmer am Wettbewerb durch Losentscheid aus den zugelassenen Bewerbungen. Zusätzlich werden insgesamt 3 Nachrücker ausgelost, die für den Fall einer nicht nachgewiesenen Teilnahmeberechtigung oder einer Absage eines Teilnehmers in der Reihenfolge ihrer Auslosung nachnominiert werden können. Losverfahren: Es werden 2 Lostöpfe gebildet. Lostopf A mit den Bewerbungen der erfahrenen Büros und Lostopf B mit den Bewerbungen der jungen Büros. Aus dem Lostopf A werden 4 (zuzüglich 2 Nachrücker) gelost. Aus dem Lostopf B werden 2 (zuzüglich 1 Nachrücker) gelost. Die Auslosung erfolgt unter notarieller Aufsicht. Alle nachstehend gemachten Angaben und Nachweise sind zwingend in der vom Auslober vorgegebenen Form einzureichen. Die entsprechenden Formblätter erhält der Bewerber per E-mail nach Anforderung bei der Kontaktstelle gemäß Sonstige Adressen und Kontaktstellen. Die Unterlagen sind vollständig in einem C4 / DIN-A4 Umschlag bei der Kontaktstelle gemäß Sonstige Adressen und Kontaktstellen einzureichen. Folgende Bedingungen, Angaben und Nachweise sind vom Bewerber zu leisten: a) fristgerechter und vollständiger Eingang der Bewerbungsunterlagen; b) Formblatt (des AG) „Bewerbererklärung“ mit folgenden Angaben: — Kontaktdaten des Bewerbers, — Teilnahmebestätigung am Wettbewerb mit rechtsgültiger Unterschrift des / der Bewerber(s), — Erklärung des Bewerbers, dass dieser in der Lage ist, alle erfoderlichen Leistungsphasen nach HOAI, zu erbringen, — verbindliche Erklärung des / der Bewerber(s), das Ausschlusskriterien gem. § 4 nicht vorliegen und die Erklärungen gem. § 4 VOF vollständig sind. c) Formblatt (des AG) „Leistungsfähigkeit“ mit Angaben zur technischen Leistungsfähigkeit entsprechend § 5 VOF, Mindestanforderungen sind im Formblatt des AG vermerkt; d) Formblatt (des AG) „Fachkunde“ mit Angaben zur Fachkunde entsprechend § 5 VOF, Mindestanforderungen sind im Formblatt des AG vermerkt; e) Referenzblätter zur Darstellung der Referenzen, max. Anzahl und Größe 3 Stück / DIN-A3. Der Auslober behält sich gemäß VOF § 2 (4) vor, Berufsanfänger aus den Aufgabenbereichen der Freiraumplanung und Stadtplanung (nicht ingenieurtechnische Planer) angemessen zu beteiligen und auch solche Bewerber zum Auswahlverfahren zuzulassen, die den unter d) beschriebenen Nachweis nicht erbringen können. 1aa) Erfahrene Büros: Nachweis der verantwortlichen Planung (vgl. hierzu Formblatt des Auftragsgebers) durch. Realisierte Freianlagen in urbanen Räumen mit komplexen Wasserlagen. Referenzen ab dem Jahr 2000 in einer Größenordnung ab 2 5000 000 EUR brutto Baukosten mit folgenden Referenzen in den Aufgabenbereichen. 2 Referenzangaben von realisierten Freiranlagen (§38 HOAI) 1 Referenzangabe einer realisierten städtebaulichen/urbanen (Freiraum-) Planung (§38 HOAI) 2 realisierten Referenzangaben von Ingenieurtechnischen Planungen (§42 HOAI) in Verbindung mit § 49 HOAI und § 46 HOAI). Insgesamt muss der Bieter oder die Bietergemeinschaft in der Summe nachweisen, dass nach den o.g. §§ der HOAI Leistungen in den LP 2-8 erbracht wurden. Das Bau(!)kostenvolumen muss mindestens 2 500 000 EUR brutto betragen. Abweichend zur VOF können die Referenzen aufgrund der Größe des Projektes ab dem Jahr 2000 angegeben werden. 2bb) Junge Büros: 1) Erklärung, dass der Eintrag in die entsprechende Liste der Architektenkammer nicht länger als 5 Jahre zurückliegt, 2) Erklärung, dass die Büroinhaber für die Planung (Freiraumplanung, Städtebauliche Planung) nicht älter als 40 Jahre sind. Junge Büros der Freiraumplanung und städtebaulichen Planung können abweichend 1 entsprechende Referenz mit einem Baukostenvolumen von mindestens 1 000 000 EUR angeben, welches noch nicht realisiert ist. Dies gilt nicht für die ingenieurtechnische Planung.

Angaben zu einem besonderen Berufsstand Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja Teilnahmeberechtigt ist, wer nach den Gesetzen der Länder (in den EWR-Mitgliedsstaaten, in der Schweiz, in den USA sowie in Kanada) berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Landschaftsarchitektin/Landschaftsarchitekt, Stadtplanerin oder Stadtplaner, beratender Ingenieur zu tragen oder nach den einschlägigen EG-Richtlinien berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Landschaftsarchitekt, Stadtplaner bzw. beratender Ingenieur tätig zu werden.

Art des Wettbewerbs Nichtoffen Geplante Teilnehmerzahl: 8

Namen der bereits ausgewählten Teilnehmer 1. ARGE Siller Landschaftsarchitekten, Kiel, Petersen.Pörksen Stadtplaner, KED Ingenieure, Hamburg 2. ARGE Trüper Gondesen Partner Landschaftsarchitekten, Lübeck, Elbberg Stadtplanung Hamburg, WTM Engeneers Ingenieure Hamburg

Kriterien für die Bewertung der Projekte: Die Eignungskriterien für den Teilnahmeantrag sind im Abschnitt III genannt. Die Ausloberin stellt hierzu über die genannte Kontaktstelle Formblätter zur Verfügung. Die Bewertungskriterien werden in den Auslobungsunterlagen zum Wettbewerb genannt. Die Zuschlagskriterien werden im Verhandlungsverfahren genannt, welches sich an den Wettbewerb anschliesst.

Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: 26.7.2012 – 12:00

Die Ausloberin stellt eine Wettbewerbssumme in Höhe von rd. 63 000 EUR netto zur Verfügung.

Namen der ausgewählten Preisrichter 1. Frau Sabine Kling 2. Herr Prof. Rudolf Scheuvens 3. Herr Harald-Peter Hartmann 4. Herr Wolfgang Kunz 5. Herr Martin Rein-Cano 6. Herr Bürgermeister Peter Todeskino 7. Herr Dr. Jürgen Berndt 8. Herr Wolfgang Erichsen

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