Gegenstand des Wettbewerbs ist die Bauwerks- und Freianlagenplanung einer Verwaltungszentrale für das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) und städtischem Gesundheitshaus der Landeshauptstadt München (GF ca. 19 600 qm), die Erweiterung des bestehenden Männerwohnheims des Katholischen Männerfürsorgeverein (KMFV) und der Neubau eines Hauses für Kinder mit 2 Krippen- und 2 Kindergartengruppen für das Referat für Bildung und Sport (RBS). Aufgrund der städtebaulich exponierten Lage und des, in Anbetracht des relativ beengten Grundstücks, ambitionierten Raumprogramms sind hohe gestalterische Entwurfsqualitäten gefordert. Die zu planenden Neubauten sollen als Fast-Nullenergiegebäude (entsprechende EU-Gebäuderichtlinie EPBD) errichtet werden, eine BNB- bzw. DGNB-Zertifizierung ist geplant.
Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer: III.1) Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer Zulassungsbereich: Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA) gem. GRW 2.3.1. Zusätzlich zu 4 geladenen erfolgt die Auswahl von 30 weiteren Teilnehmern. Es werden zwei Kategorien unterschieden (gilt nur für Architekten, nicht Landschaftsarchitekten): „Berufsanfänger und kleine Büros (Gruppe A)“ Berufsanfänger sind Architekten/-innen, die das Diplom nach dem 1.1.2003 erhalten haben, bei Architektenpartnerschaften bzw. ständigen Architektenarbeitsgemeinschaften aus Architekten/-innen gilt dies für alle Büroinhaber/-innen der Gemeinschaft. Kleine Büros sind Architekten/-innen, die am Tag der Bekanntmachung maximal je 4 technische Mitarbeiter/-innen einschließlich Büroinhaber/-innen haben (ohne Sekretariat und Aushilfskräfte) sowie „Sonstige (Gruppe B)“. Die Bewerber haben sich eigenverantwortlich jeweils nur einer der beiden Kategorien zuzuordnen und diese auf dem Bewerbungsumschlag zu vermerken. Aus den eingegangenen Bewerbungen werden anhand der Auswahlkriterien 30 Teilnehmer ermittelt, davon 8 Teilnehmer aus Gruppe A und 22 Teilnehmer aus Gruppe B. Bei gleicher Bewertung wird die Teilnahme durch Losziehung unter den gleichrangigen Bewerbern ermittelt. Zusätzlich zu den 30 ausgewählten / ausgelosten Teilnehmern werden Nachrücker in angemessener Zahl bestimmt. Sollten in einer Gruppe weniger Bewerber vorliegen als Teilnehmer auszuwählen bzw. auszulosen sind, werden aus der jeweils anderen Gruppe entsprechend mehr Teilnehmer bestimmt. Zum Nachweis der Erfüllung der Kriterien sind folgende Unterlagen einzureichen (Nachforderung ist nicht vorgesehen, Nachreichung ist nicht möglich): 1. Bewerbungsformblatt, vollständig ausgefüllt und rechtsverbindlich unterschrieben. 2. Nachweis der beruflichen Qualifikation (z.B. Mitgliedsbescheinigung der Architektenkammer) jeweils für Architekten/innen und Landschaftsarchitekten/-innen. 3. Angabe von mindestens einem fertiggestellten Projekt zu den unten genannten Bedingungen (auf dem Bewerbungsformblatt). 4. Nachweis Berufshaftpflichtversicherung zu den unten genannten Bedingungen. 5. Nachweis Unterschriftenberechtigung (nur bei juristischen Personen). 6. Nachweis beglaubigte Übersetzung (nur bei nicht deutscher Kammermitgliedschaft). 7. Angabe der im jährlichen Mittel Beschäftigten, einschließlich Büroinhaber, ohne Sekretariat und Aushilfskräfte von 2009-2011 (auf dem Bewerbungsformblatt). 8. Erklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 4 Abs. 6a-g sowie Abs. 9a-e VOF vorliegen (auf dem Bewerbungsformblatt). 9. Erklärung, dass kein über die Planungsleistungen hinausgehendes wirtschaftliches Interesse an der Wettbewerbsaufgabe besteht (auf dem Bewerbungsformblatt). Die vorstehenden Nachweise und Erklärungen sind in einem Bewerbungsbogen zusammengefasst (siehe Ziff. VI.2). Bewerbungsunterlagen, die über den geforderten Umfang hinausgehen, werden nicht berücksichtigt. Eine pauschale Bewerbung mit Broschüren, Prospekten, Werkberichten o. ä., die nicht den im Formblatt angegebenen geforderten Nachweisen entspricht, wird nicht anerkannt. Bewerbungen sind in Papierform, möglichst nicht dauerhaft gebunden (idealerweise Heftstreifen) und nicht spiralgeheftet, einzureichen. Elektronisch übermittelte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgegeben. III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten Im Auftragsfall muss von jedem Mitglied der Arbeits-/Bietergemeinschaft bzw. dem/der Hauptauftragnehmer/-in (beim Einsatz von Nachunternehmern) eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen sein, deren Deckungssummen mindestens 2 000 000 EUR für Personenschäden und 500 000 EUR für sonstige Schäden betragen. Die Ersatzleistung des Versicherers muss mindestens das 2-fache der Deckungssumme pro Jahr betragen. Die Versicherung muss mindestens für die Dauer der Ausführungsfrist (siehe Ziff. II.3) unbefristet, sich automatisch verlängernd o.ä. abgeschlossen oder in Aussicht gestellt sein. Besteht diese Versicherung bereits, ist ein entsprechender Nachweis (nicht älter als 12 Monate) den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Falls derzeit keine solche Berufshaftpflichtversicherung besteht, ist der Bewerbung die Erklärung eines Versicherers beizufügen, wonach dieser bereit ist, im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung zu den o.g. Bedingungen mit dem Bewerber abzuschließen. III.1.2) Referenzen Von den Architekten/-innen sind Referenzen im Bewerbungsformblatt anzugeben: Referenzen sind fertig gestellte Projekte oder Wettbewerbe mit Wettbewerbserfolg (Anerkennung bzw. Ankauf oder Erhalt eines Preises). Es können bis zu 3 Referenzen eingereicht werden: jedoch mindestens ein fertiggestelltes Projekt und höchstens ein Wettbewerbserfolg (bei Angabe mehrerer Wettbewerbserfolge wird nur der erste gewertet). Weitere Referenzen sowie Anhänge und Bildnachweise (Fotos, Renderings, allgemeine Bürobroschüren) werden nicht bewertet. Sollten mehr als drei Referenzen angegeben werden, kommen nur die ersten drei Referenzen zur Wertung. Fertiggestellte Projekte und Wettbewerbe werden gleich gewichtet. Beurteilungskriterien bei der Bewertung von Referenzen: — Größe des Projektes / Wettbewerbes (anrechenbare Kosten > 7 000 000 EUR), — Tatsächlich ausgeführte Leistungsphasen (Mindestanforderung: es werden nur Projekte mit mindestens den Leistungsphasen 2-4, 3-5 bzw. 2-5 gewertet, entfällt bei Wettbewerben), — Fertigstellung des Projektes / des Wettbewerbes (Mindestanforderung: es werden nur Projekte / Wettbewerbe gewertet, die nach 1.1.2004 fertig gestellt wurden), — Projekt / Wettbewerb ist ein komplexer Neubau (d.h. mindestens Honorarzone III der zum Zeitpunkt der Leistungserbringung der Referenz gültigen HOAI), — Projekt / Wettbewerb wurde in ein bestehendes Umfeld integriert, — Projekt / Wettbewerb basiert auf den Prinzipien des energieeffizienten Bauens (z.B. EnEV -50 %, Passivhausstandard) und nutzt erneuerbare Energien (z.B. Effizienzhaus-Plus, CO2-neutraler Betrieb) oder wurde mittels Gütesiegel zertifiziert (z.B. BNB, DGNB, LEED).
Angaben zu einem besonderen Berufsstand Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja Teams aus Architektinnen / Architekten und Landschaftsarchitektinnen / Landschaftsarchitekten. Teilnahmeberechtigt sind im Zulassungsbereich ansässige: — natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/-in oder Landschaftsarchitekt/-in befugt sind. Ist die Berufsbezeichnung am jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt/-in oder Landschaftsarchitekt/-in, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach Richtlinie 85/384/EWG (Architektenrichtlinie) bzw. Richtlinie 89/48/EWG gewährleistet ist, — juristische Personen, sofern deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen. Der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person oder der verantwortliche(n) Verfasser der Wettbewerbsarbeit muss die an die natürliche Person gestellten Anforderungen zur Teilnahme erfüllen, — Bewerbergemeinschaften, bei denen jedes Mitglied die Anforderungen erfüllt, die an natürliche oder juristische Personen gestellt werden. Bewerbergemeinschaften haben in der Verfassererklärung einen bevollmächtigten Vertreter zu benennen, — Partnergemeinschaften (gem. PartGG). Für die Teilnahme am Wettbewerb sind Teams aus Architekten/-innen und Landschaftsarchitekten/-innen zugelassen. Teams müssen sich bereits als solche bewerben. Die Federführung muss beim Architekturbüro liegen. Die Organisationsform innerhalb des Bewerberteams ist den Bewerbern freigestellt; ebenso die Organisationsform im Falle der Auftragserteilung bei der späteren Leistungserbringung (Arbeitsgemeinschaft oder Nachunternehmerverhältnis). Den Teilnehmern wird die Zusammenarbeit mit einem Fachplaner für energieeffizientes und/oder nachhaltiges Bauen (nicht Mitverfasser) dringend empfohlen. Die Kriterien zur Zuordnung zu den Gruppen A und B müssen nur von Architekten/-innen, nicht von Landschaftsarchitekten/-innen, erfüllt werden. Die Voraussetzungen für die Teilnahme müssen am Tag des Bewerbungsendes erfüllt sein. Die Teilnahmehindernisse sind in § 4 (2) RPW aufgeführt.
Art des Wettbewerbs Nichtoffen Geplante Teilnehmerzahl: 34
Namen der bereits ausgewählten Teilnehmer 1. Baumschlager Eberle, Lochau 2. Bob Gysin + Partner (BGP), Zürich 3. Hascher Jehle Architektur, Berlin 4. Kühn Kühn – GKK Architekten, Berlin 6. Planstatt Johann Senner, Überlingen 7. Hage Partner AG, Zürich 8. Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin 9. Keller Damm Roser, München
Kriterien für die Bewertung der Projekte: Die Kriterien zur Bewertung der Wettbewerbsarbeiten werden vom Preisgericht festgelegt. Die genauen Definitionen der Bewertungskriterien ergeben sich aus dem Inhalt der Auslobung.
Schlusstermin für den Eingang der Projekte oder Teilnahmeanträge Tag: 11.10.2012 – 14:00
Es ist beabsichtigt, drei Preise und eine noch nicht festgelegte Anzahl von Anerkennungen zu vergeben. Die Preissumme beträgt 215 000 EUR zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Das Preisgericht kann die Preise auch anders verteilen.
Namen der ausgewählten Preisrichter 1. Rosemarie Hingerl, Berufsmäßige Stadträtin, Baureferat 2. Prof. Fritz Auer, Architekt, Stuttgart 3. Prof. Manfred Hegger, Architekt, Kassel 4. Prof. Bernd Bötzel, Architekt, Berlin 5. Prof. Tobias Wulf, Architekt, Stuttgart 6. Prof. Gerd Aufmkolk, Landschaftsarchitekt, Nürnberg 7. Joachim Lorenz, Berufsm. Stadtrat, Referat für Gesundheit und Umwelt 8. Bisher nicht benannte Vertreterinnen / Vertreter der Stadtratsfraktionen der SPD; CSU; Bündnis90/Die Grünen / Rosa Liste; FDP 9. Das endgültige Preisgericht wird demnach aus 6 Fach- und 5 Sachpreisrichtern bestehen