Tragwerksplanung nach § 49 HOAI, Leistungsphasen 2 bis 3 (HU – Bau) gemäß RLBau Sachsen-Anhalt / RBBau 16. Austauschlieferung für den Neubau eines reinen Forschungsgebäudes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die Proteinbiochemie in Verbindung mit Zellbiologie und Medizin auf dem Weinbergcampus. Der Campus befindet sich westlich der Saale und nordwestlich des Stadtzentrums von Halle im Stadtteil Kröllwitz. Der Flächenbedarf des zu planenden Neubaus beträgt rund 5 400 m² HNF (ca. 11 850 m²BGF), davon entfallen rund 3 900 m² (68 %) auf Labore mit hohem Installationsgrad und etwa 1 060 m² (18 %) auf separate Büroräume. Die lichte Raumhöhe aller Geschosse soll mindestens 4 m betragen, dabei ist zu berücksichtigen dass technische Großgeräte (z.B. Kernspinresonanz- Spektroskope) in das Gebäude z.T. schwingungsentkoppelt zu integrieren sind. Die Deckenkonstruktionen sollen auf Verkehrslasten von min. 5 kN/m² ausgelegt werden. Das Raumprogramm umfasst im Wesentlichen Flächen für Labore mit unterschiedlichen Anforderungen, Büroräume, Vorbereitungsräume, Lager, Rechner – und Kopierräume und Sozialräume. Zielstellung ist die Errichtung eines kompakten Gebäudes nach dem „System der optimierten Wege“. Im Vordergrund stehen der Einsatz umweltschonender und Betriebskosten schonender Technologien. Die Fassadenflächen sind energetisch zu optimieren. Baulich soll das Proteinzentrum an das Institut für Biochemie / Biotechnologie (Kurt-Mothes-Str. 3) zur optimalen Durchführung der Lehraufgaben angebunden werden. Unter Berücksichtigung der Größe des zur Bebauung vorgesehenen Grundstücks wird davon ausgegangen, dass zur Abbildung des Flächenbedarfs ein Kellergeschoss und 4 oberirdische Vollgeschosse zu errichten sind. Der Neubau ist so zu planen, dass der Hochschulbetrieb in den benachbarten Gebäuden uneingeschränkt weiterhin stattfinden kann. An den Neubau werden höchste Anforderungen an die Energieeffizienz gestellt. Bei der Beurteilung der Entwürfe wird großer Wert auf die integrative Planungskonzeptentwicklung zwischen Technischer Gebäudeausrüstung und Gebäudeentwurf gelegt. Die Baumaßnahme ist bis 2016 fertigzustellen.
Angaben zu einem besonderen Berufsstand Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: ja Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Als fachlich projektverantwortliche Person (fachlicher Projektleiter) und ihres Stellvertreters sind in den EWR-Staaten zum Tage der Bekanntmachung ansässige natürliche Personen zugelassen, die gemäß Ingenieurgesetz Sachsen-Anhalt vom 22.1.2009 zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ berechtigt und nach den Bauordnungen der Länder bauvorlageberechtigt sind oder natürliche Personen eines anderen Mitgliedsstaates, welche nach den dort geltenden Bestimmungen über mindestens die gleichen Anforderungen zur Bauvorlageberechtigung verfügen.
Verfahrensart Verhandlungsverfahren
Geplante Mindestzahl 3: und Höchstzahl 4
Zuschlagskriterien das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge 19.11.2012 – 18:00