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Cultural center in the historical building of Basel Barracks Free!

Competitions - Open Competition
Published on July 17, 2013
Deadline August 09, 2013
Description in original language
Kaserne Basel, Umbau und Sanierung des Hauptbaus für ein Zeitgenössisches Kultur- und Kreativzentrum

Aus historischer Sicht war der rheinseitige Hauptbau der Kaserne – 1863 vom Architek- ten Johann Jakob Stehlin dem Jüngeren erbaut – ein Bekenntnis der Stadt Basel zum damals noch jungen Schweizer Bundesstaat. Die Anlage der Kaserne ersetzte ein grosses Klostergebäude und schloss die Klingentalkirche in ihr Ensemble ein. Die Ge- bäude wurden danach über 100 Jahre lang vom Militär genutzt. Während dieser Zeit diente die Kaserne aber wiederholt auch für zivile Zwecke, etwa zur Unterbringung von Festbesuchern oder für die Internierten des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 / 71. Im Jahr 1966 zog sich die Armee aus den Gebäuden zurück, und das Kasernenareal wurde im weiteren Sinne zivilgesellschaftlichen Zwecken zugedacht. Zugleich begann eine lange Zeit der provisorischen Nutzungen. Nach dem «Interio-Provisorium» bis 1984 entwickelte sich in den alten Stallungen die «Kulturwerkstatt Kaserne» (heute Kaserne Basel). Später kamen das Junge Theater Basel, das Parterre und andere Nutzungen hinzu. In der Klingentalkirche wurden der Ausstellungsraum Klingental und die Ateliergenossenschaft beheimatet. Den Kasernenhauptbau wiederum begann das Erziehungsdepartement für seine Zwecke zu nutzen. Gegenwärtig sind die Hochschule für Gestaltung und Kunst der FHNW mit dem Institut für Mode-Design, die Schule für Gestaltung sowie die Schule für Brückenangebote darin untergebracht. Heute ist aus dem Kasernenareal ein Zentrum von Sozialleben, Kultur und Bildung ge- worden, das eine hohe städtische Bedeutung aufweist. Die zentral gelegene Wiese ist ein öffentlicher Treffpunkt und wird von der Stadtbevölkerung für gemeinschaftliche und kulturelle Zwecke genutzt. Nach dem geplanten Auszug der FHNW der Schule für Gestaltung und Kunst sowie der Schule für Brückenangebote im Jahr 2015 soll der Hauptbau für eine zugleich klar gefasste und vielfältige kulturelle, kreativwirtschaftliche und soziokulturelle Nutzung zur Verfügung stehen. Die Massnahmen zur Umgestaltung des Gebäudes für diese Nut- zungen sollen unter Beachtung der denkmalpflegerischen Auflagen im Projektwettbe- werb entwickelt werden. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten für grosszügige Öffnungen und Durchgänge zur Verbindung des Kasernenhofs mit der Rheinpromenade geprüft werden.

Das Gesamtareal der Kaserne ist ein zentraler städtischer Treffpunkt und regionaler Kulturort mitten im Kleinbasel. Es wirkt als integratives Zentrum für die Kulturszene und für zahlreiche Bevölkerungsgruppen, vor allem aber für die junge Generation und Fa- milien sowie die migrantische Bevölkerung. Dank seiner kulturellen Attraktion hat das Areal überregionale Ausstrahlung, wozu insbesondere die Kaserne Basel und das Junge Theater Basel in den Bereichen Tanz, Theater und populäre Musik beitragen. Ebenso nimmt der Ausstellungsraum Klingental eine wichtige Funktion für die Basler Künstlerschaft wahr. Wichtig auf dem Areal sind mehrere Kulturinstitutionen: Die Kaserne Basel ist das grösste Zentrum für die freie zeitgenössische Theater-, Tanz- und Performanceszene sowie für innovative Populärmusik in der Nordwestschweiz. Sie gehört zu den wichtigs- ten Kulturinstitutionen im Kanton, insbesondere für die junge kreative Szene. Sie bietet ein ganzjähriges Programm mit weit überregionaler Wirkung und Anziehungskraft, wirkt aber auch über die einzelnen Sparten und Szenen hinaus in den Stadtraum hinein. Das Junge Theater Basel gilt als eine der innovativsten Spielstätten und Ausbildungs- orte für junge Theaterschaffende. Das jährliche Besucheraufkommen auf dem Areal liegt bei mehreren 100’000 Personen pro Jahr über alle Bereiche hinweg. Im November 2006 hat das Büro Heller Enterprises im Auftrag des Kantons verschie- dene Szenarien für das Kasernenareal erstellt, von denen der Regierungsrat die Opti- on «Brutstätte» favorisierte. Demgemäss soll sich das Kasernenareal zum städtischen Experimentierfeld mit Treibhauscharakter für kulturelle Prozesse entwickeln, zu einem Zentrum aufeinander abgestimmter und sich gegenseitig stärkender kultureller und kreativwirtschaftlicher Nutzungen. Diese Ausgangslage ist nach wie vor aktuell, auch wenn es zu berücksichtigen gilt, dass seitdem in Basel zahlreiche Initiativen mit teil- weise ähnlicher Ausrichtung umgesetzt worden sind: das Kunstfreilager auf dem Drei- spitz, das Stellwerk, die Aktienmühle etc. Mit dem für 2015 geplanten vollständigen Auszug der Hochschule für Gestaltung und Kunst und der Brückenangebote aus dem Hauptbau der Kaserne werden grosse Gebäudeflächen frei, die für neue Nutzungen im obgenannten Sinn zur Verfügung stehen werden.

Für Preise und allfällige Ankäufe im Rahmen des Projektwettbewerbs steht dem Preis- gericht eine Gesamtpreissumme von CHF 170’000.- zur Verfügung.

Die Wettbewerbsbeiträge sind unter Wahrung der Anonymität und nur mit dem Ver- merk „Wettbewerb Kaserne Basel“ und dem Kennwort beschriftet einzureichen und müssen spätestens bis 22.10.2013 um 12.00 Uhr (Eingang) bei Submissionen des Bau- und Verkehrsdepartements vorliegen.

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