© Behnisch Architekten . Pubblicata il 03 Luglio 2009.
Einleitung
© Behnisch Architekten . Pubblicata il 03 Luglio 2009.
Gegenstand der Auslobung ist der Neubau für die Industrie- und Handelskammer der Region Stuttgart. Die attraktive und zentrale Lage des Grundstücks bietet die Möglichkeit, ein Gebäude zu entwickeln, das die IHK zu einer besonderen und unverwechselbaren Adresse werden lässt und so deren Bedeutung in der Stuttgarter Gesellschaft unterstreicht. Darüber hinaus kann das Projekt eine Bereicherung für den sich gerade stark verändernden Stadtteil werden und ist der erste Schritt diesen zum Zentrum und zum neuen Hauptbahnhof (Eingangstor zur Stadt) zu verknüpfen. Landschaftliche Elemente verbinden die Bereiche der Büronutzung mit den Veranstaltungsräumen und schaffen einen neuen Kommunikationsraum in der Stadt.
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Grundlage der Planung
© Behnisch Architekten . Pubblicata il 03 Luglio 2009.
Die Bestandsgebäude der IHK bieten – trotz ihrer authentischen Nachkriegsarchitektur – eine geringe Identität und werden den heutigen Anforderungen einer stark frequentierten Institution nicht gerecht. Die Auslobung stellt eindeutig fest, dass eine Sanierung des bestehenden Gesamtgebäudes aus wirtschaftlichen und funktionalen Gründen ausscheidet. Problematisch wäre es aber auch, die denkmalgeschützte Substanz zu erhalten und einzubeziehen. Das ginge nicht ohne eine Neubewertung des vom Auslober festgelegten Raumprogramms und würde zweifellos zu einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit der IHK führen.
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Grundlage des Entwurfs ist daher der Abriss aller bestehenden Gebäude auf dem Grundstück einschließlich der Tiefgarage. Dadurch werden ideale Bedingungen für eine neue Anlage geschaffen und unnötige finanzielle Belastungen und technische Probleme vermieden.
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Städtebau
Die vorgeschlagene kompakte Gebäudeform geht sensibel auf die Volumina und die Ausrichtung der unmittelbaren Nachbargebäude ein. Sie lässt den Ausblick von der Stadt auf die Weinberge frei und erhält die vorhandene Frischluftschneise. Die giebelständige Bebauungsstruktur der Jägerstraße wird durch zwei miteinander verbundene sechs- bis siebengeschossige, in den Hang eingebundene Flügel erweitert. Diese Flügel vermitteln zwischen den Gebäudefluchten der Nachbarbebauung und stärken dadurch den Straßenraum. Die Gebäudeform öffnet sich durch eine einladende Geste zur Stadt. Die zwei Flügel bieten optimale Arbeitsbedingungen und tragen den besonderen organisatorischen und technischen Anforderungen an ein modernes Verwaltungs- und Veranstaltungsgebäude Rechnung. Zudem ermöglicht die schlanke Form der beiden Flügel eine optimale Tageslichtnutzung und natürliche Belüftung, weil alle Arbeitsplätze direkt an der Fassade untergebracht werden können.
Architektur
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes ist bewusst rational und zurückhaltend. Im Kontrast dazu stehen die freieren Formen der inneren Brücken und Terrassen, die das Herz der IHK bilden und dem Gebäude seine besondere Identität verleihen.
Die beiden ähnlichen, aber differenzierten Flügel gehen auf die unterschiedlichen Anforderungen an die Bereiche Veranstaltungen und Verwaltung ein und ermöglichen eine einfache und klare Gliederung dieser Funktionen. Stege, Terrassen und Wege, die sich aus den jeweiligen Foyers entwickeln, bieten direkte Verbindungswege zwischen Konferenzbereichen, Seminar- und Prüfungsräumen, sowie den jeweils angeschlossenen Verwaltungsabteilungen und resultieren direkt aus den Anforderung des Raumprogramms. So entsteht eine unverwechselbare kommunikative Anlage, die mit der Stadt, der Region und dem Standort im Dialog steht.
Organisation
Das neue Gebäude wird von Süden von der Jägerstraße aus erschlossen. Die Zufahrten zur Tiefgarage, für den Anlieferverkehr und zum Vorplatz sind voneinander getrennt.
Die erforderlichen 140 Stellplätze sind in einer Tiefgarage über zwei Geschosse verteilt untergebracht. An der westlichen Grundstücksgrenze befindet sich die Abfahrt zu den Parkebenen. Fahrstühle und Treppen verbinden die Tiefgarage mit der Eingangslobby. Zu den Verwaltungsbereichen führen gesonderte Personalaufzüge.
Der Haupteingang ist der Stadt zugewandt und wird von der Jägerstraße über einen großzügigen Vorplatz erreicht. Die untere Terrasse des Weinbergs fließt in die Lobby und schafft einen eindrucksvollen Hintergrund für den Empfangsbereich. Gleichzeitig ist sie ein guter Orientierungspunkt für die Besucher, die entweder zu den östlich gelegenen Verwaltungsflügeln mit dem Service Center im Erdgeschoss oder zu den stärker öffentlich zugänglichen Westflügeln mit den Konferenz-, Prüfungs- und Seminarbereichen gelangen wollen.
Die oberen Geschosse des Veranstaltungsflügels bieten geschützte, private Bereiche für Prüfungen und Prüfungserstellung. Hingegen verbinden großzügige Treppen und Lufträume die darunter liegenden Geschosse und bieten Besuchern offen gestaltete Wege mit Sichtbezügen zum Weinberg.
Material
Der besucherfreundliche Charakter der Eingangslobby schafft eine besondere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Gebäude zieht. Die Materialpalette und die Farben sind schlicht und zurückhaltend (Steinböden, Sichtbetondecken, Putz, Holzgeländer, Holztüren, usw.). Robuste Materialien stehen im Gegensatz zur weichen, haptisch ansprechenden Ausstattung der Lobby und den Wartebereichen und erweitern das Spektrum der Raumerlebnisse.
Energieeffizientes Bauen
Der Energiehaushalt eines innerstädtischwen Hauses wird durch den Energieverbrauch für das Klima (Lüften und Kühlen), sowie Kunstlicht dominiert. Ziel des Energiekonzepts ist die Schaffung optimaler Komfortbedingungen mit minimiertem Aufwand im Bau und Betrieb des Gebäudes. Die Betrachtung beinhaltet auch bauliche Aufwendungen, zum Beispiel diejenige der Fassade. Hierfür sind passive und aktive Maßnahmen zur Nutzung natürlicher Potentiale in das architektonische Gebäudekonzept integriert.
Nachhaltigkeit kann nicht als Additiv verstanden werden, sondern muss vielmehr integrativer Bestandteil des Entwurfs sein. Der Gebäudeentwurf bestimmt im Wesentlichen die energetische Performance und den Komfort – thermisch, visuell, akustisch sowie die Luftqualität. Dies gilt es mit ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten zu verknüpfen, damit ein langfristig erfolgreicher urbaner Komplex entsteht, der die Stadt bereichert, gleichzeitig wirtschaftlich ist und die Umweltbelastung minimiert.
Europaconcorsi cura il servizio di informazione sui bandi di progettazione e la realizzazione del servizio albo-on-line delle seguenti associazioni professionali:
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