Europaconcorsi

Reutlingen, Germany - Concorso - Maggio 2009
dk architekten
Kaufmännische Schule Bad Urach
Rimborso spese del concorso: Nuovo complesso scolastico a Reutlingen - Kaufmännische Schule in Bad Urach
Urach_perspektive
Pubblicato il 03 Luglio 2009

Städtebau:
Die Setzung der beiden neuen Baukörper folgt dem Bestand.Städtebaulich bleibt die bestehende und vertraute Situation erhalten. Die neuen Baukörper bilden hierbei einen unteren und einen oberen Hofbereich aus und leiten durch ihre Schrägstellung eindeutig zu den Haupteingängen im Verbindugsbau. Die Aula dient, im Zentrum der Anlage, als zentraler Verteiler und Vermittler im gesamten Schulhaus.

Innere Organisation
Die Vorgabe der „Inselbidung“ ist direkt in den beiden Baukörpern ablesbar. So bildet jeweils 1 Etage pro Baukörper eine eigene Einheit: Berufsschule, BK1, BK 2 und Verwaltung. Innerhalb dieser dezentralen Grundstruktur sind jeder „Insel“ auch alle notwendigen Versorgungseinrichtungen direkt zugeordnet. Innerhalb der Inseln ist jeweils eine Aufweitung innerhalb der Verkehrsfläche als offener, informeller Kommunikationsbereich ausgebildet. Dieses Zentrum jeder „ Insel“ bietet Raum für Präsentation, Austausch, Entspannung ( Ruhe).

Baukonstruktion:
Die beiden Baukörper werden als massive monollithische Konstruktion mit 50 cm starken Leichtbetonwänden ausgebildet. Die Aussenwände erreichen einen sehr hohen Wärmedämmstandard und benötigen keine weiteren Aufbauten. Decken, Dächer und Innenstützen werden in konventionellem Beton ausgeführt. Neben den guten Dämmeigenschaften erhält das Gebäude durch die großen Speichermassen auch eine sehr hohe thermische Behaglichkeit. Lediglich die Innenwände werden in Leichtbauweise ausgeführt um flexibel auf Veränderungen des Schulbetriebes reagieren zu können. Sämtliche Konstruktionen sind verbunden mit einem geringen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand.

Fassade:
Monolithische Aussenwände aus Leichtbeton bilden Tragwerk, Fassade und Materialität im Innenraum. Der Beton erhält eine sandfarbene Durchfärbung mittels Zuschläge aus Farbpigmenten. Jeweils auf den 3 äusseren Seiten der Baukörper wird in die Schalung eine Matrize zur Bldung einer rauhen Oberflächenstruktur eingelegt. Der Beton wirkt hier wie eine Tuff- oder Sandsteinoberfläche und nimmt Bezug auf öffentliche Gebäude wie Amanduskirche, Zeughausturm oder Festhalle. Auf, den stark genutzten, den Höfen zugewandten Seiten wird eine glatte Schalung verwendet die auch die Betonflächen in den Innenräumen prägt und so von aussen zu den Innenräumen hinführt. Die Gliederung der Fassade erfolgt durch Fenstereinfassungen in der Fassade ähnlichem Farbton. Einzelne hervorspringende Fenster setzten punktuell Akzente auf der Fassade und markieren dahinterliegende Sonderräume und die Kommunikationsbereiche der einzelnen „Inseln“.

Progettista
dk architekten
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