© HASCHER JEHLE Architektur . Pubblicata il 20 Ottobre 2009.
Städtebau
© HASCHER JEHLE Architektur . Pubblicata il 20 Ottobre 2009.
Der hohe, markante Kopfbaukörper des neuen Mobilitätszentrums greift auf selbstverständliche Weise die verschiedenen städtebaulichen Richtungen und Fluchten der unmittelbar benachbarten Gebäudekomplexe auf und ermöglicht auf diese Weise zum Kreuzungspunkt von Hohenstaufenallee und Mariabrunnstraße die Ausformung eines Vorplatzes mit selbstbewusster und weithin sichtbarer Adressbildung für die Haupteingangssituation.
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In westlicher Richtung fällt das geneigte Gründach des begleitenden Flachbaukörpers so weit ab, dass es nahtlos in das natürliche Gelände übergeht – die Dachfläche wird so selbst zum ausgedehnten, großzügigen Grünraum und bewahrt die wichtige städtebauliche Öffnung für die gewünschte Kaltluftschneise. In den Sommermonaten bietet diese Dachfläche mit ihren terrassierten Freiflächen weitere Sitzplätze für die Mensa im 1. und 2. OG des Kopfbaus. Die Dachterrasse ist von der Hohenstaufenstraße aus betretbar und kann damit als zweiter, separater Zugang für die Mensa genutzt werden, so daß das städtebauliche Leben auch unabhängig und bei Bedarf abgekoppelt vom restlichen Institutsbetrieb stattfinden kann.
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Die Zufahrten für die Tiefgarage, die Labore und Werkstätten befinden sich auf der Nordseite und werden über die Mariabrunnstraße erschlossen. Über eine große offene Durchfahrt gelangt man von dort auch mit großen Fahrzeugen in einen Innenhof, der für alle Labore direkte Zufahrten ermöglicht.
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Die Fassade erhält eine stark horizontal betonte Gliederung in Form von Fenster- und strukturierten Brüstungsbändern, die Spannung und horizontale Bewegung verkörpern. Die aus dem Boden schräg ansteigende Dachfläche des niedrigen Baukörpers verleiht der Anlage Dynamik und Kraft – symbolhaft wird so eine eigene Identität für das Mobilitätszentrum im Stadtraum inszeniert.
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Erschließungs- und Funktionsstruktur
© HASCHER JEHLE Architektur . Pubblicata il 20 Ottobre 2009.
Im Haupteingang entfaltet sich ein großzügiges Foyer, das über ein gebäudehohes Artrium und eine Sheddachkonstruktion hervorragende Tageslichtverhältnisse bietet und mit seiner offenen Treppe, seinen Verweilzonen um die Teeküchen und seinen Galerieerschließungen einen attraktiven Kommunikationsraum für den informellen Informationsaustausch unter den Mitarbeitern und Studenten darstellt. Für die drei verschiedenen Fachgebiete kann das Artrium als attraktiver, dreidimensionaler erlebbarer Ausstellungsraum zusätzlich genutzt werden.
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Eine sehr klare Erschließungsstruktur, die vom Foyer aus geradlinig in zwei Hauptsträngen in die Tiefe der Anlage zu den einzelnen Funktionsbereichen führt, ermöglicht dem Besucher eine ausgezeichnete Orientierung im Gebäudeinneren – vom Foyer aus wird die gesamte Gebäudestruktur im Überblick erfassbar. Durch die Weitung des Hofes nach Westen erhält das Mobilitätszentrum auch im Inneren eine ausgeprägte Großzügigkeit.
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Funktional richtig liegen alle Hörsäle, Seminar- und Übungsräume für die Studenten im Erdgeschoß – durch diese Platzierung im Gebäudekomplex wird der restliche Institutsbetrieb auch hoher Besucherfluktuation nicht gestört. Der große Hörsaal 1 mit ansteigendem Gestühl ist in der Mitte teilbar – auch die kleineren Übungs- und Praktikumsräume können bei Bedarf mit mobilen Trennwänden ausgestaltet werden.
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Die Labore und Werkstätten sind lokal zusammengefasst und nahezu alle auf einer Ebene im 1. UG so untergebracht, dass sie einzeln vom Innenhof aus angefahren werden können. Im 2. UG liegen die PKW-Stellplätze in einer wirtschaftlich organisierten, kompakten Tiefgarage.
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Über der von den anderen Geschossen abtrennbaren Mensa mit zweitem, separatem Zugang im 1. OG und einer Galerieebene befinden sich ringförmig um das Atrium die Bürogeschosse. Sie sind natürlich belüftbar. Gedämmte, massive Brüstungen reduzieren hier im Zusammenspiel mit beweglichen, außenliegenden Jalousien vor den Fensterbänken den sommerlichen Wärmeeintrag. Durchlaufende, sturzfreie Fensterbänder gewährleisten sehr gute Tageslichtverhältnisse im Inneren. Die leichten Trennwände sind flexibel austauschbar. Der kompakte Baukörper verfügt über eine ausgzeichnetes A/V-Verhältnis und damit sehr gute Energiekennwerte.
Außenraum und Freianlagen
Die Freiflächen, die sich zwischen dem Neu- und dem Altbau der FH Gebäude aufspannen, werden neu strukturiert und in einen räumlichen Zusammenhang gebracht. Die Freiraumgestaltung thematisiert die topographische Besonderheit des in West-Ostrichtung abfallenden Geländes. Ein System aus Schollen vermittelt zwischen den Gelände-Höhen. Sie liegen aufgereiht vor den FH Gebäuden und bieten den Studenten besondere Aufenthaltsqualitäten, außerdem übernehmen sie leitende Funktion.
Der mit Großpflaster gepflasterter neue Campusplatz fasst den Neubau mit dem Altbau optisch zusammen. In Richtung Osten wird der Platz von 3 Sitzstufen und Treppen gefasst. In der Verlängerung des Campusplatzes reihen sich in Ostrichtung drei Rasenrampen. Es entstehen Aufenthaltsmöglichkeiten und Ruheorte über dem Fußwegniveau, auf denen die Studenten unter Bäumen liegen können
Der Hof des Neubaus ist ein freier und offener Raum. Er wird als Werkhof verstanden und soll deshalb von Einbauten freigehalten werden. Im Hof liegt dasselbe Großpflaster wie auf dem Campusplatz – es lässt den Raum optisch größer erscheinen.
Caféterrassen gliedern sich an die Mensa an. Die Terrassen spielen ebenfalls mit dem Thema der Höhenstaffelung. Zwei sich überlagernde Schollen gliedern die Terrasse und bilden eine Sitzstufe zur sich angrenzenden Dachbegrünung aus. Kleine Pfade erschließen das „grüne Dach“ und machen es für die Öffentlichkeit begehbar.
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