Aachen liegt in einem Dreiländereck im Herzen Europas. In Kultur und Wissenschaft verblassen die politischen Grenzen und die Region wird zu einer europäischen Kulturlandschaft. Der gemeinsame Naturraum – entstanden durch den vulkanische Ursprung, die Geschichte – das Wirken von Karl dem Großen sowie die Zeit der Industrialisierung mit Bergbau und Schwerindustrie überprägen die Ländergrenzen. In verschiedenen länderübergreifenden Projekten, wie der GRÜNMETROPOLE und der Route Charlemagne werden Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieser Region vereint betrachtet. Eine wichtige Station hierbei ist das Wettbewerbsgebiet – der Prinzenhof. Als Euregiopark wird er innerhalb der Route Charlemagne auf die sprachliche und kulturelle Vielfalt aber auch auf die Gemeinsamkeiten im Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden und Deutschland verweisen. Als Euregio Maas-Rhein ist dieses Grenzgebiet zu einem Modell der Zusammenarbeit und des Zusammenwachsens in Europa geworden.
Städtebau _ „Prinzenhof“
Das Planungsgebiet befindet sich auf dem Territorium des ehemaligen „Prinzenhofes“ und liegt am südlichen Rand der
Altstadt. Der „Prinzenhof“ ist stadträumlich an vier Seiten gefasst. Zwei dieser Seiten nehmen eine markante Stellung ein
und dominieren die stadträumliche Ausrichtung. Es ist zum einen die nördliche gelegene Kirche St. Michael und zum
anderen das westlich gelegene Schulgebäude des St. Leonhard Gymnasiums.
Ost- und Südseite des „Prinzenhofes“ sind durch Wohnbebauung und einer eingeschossigen Hinterhofbebauung
begrenzt. Sie bilden eine sekundäre Bedeutung.
Durch den entwickelten Neubau wird der „Prinzenhof“ neu gegliedert. Der Erweiterungsbau soll auf dem südlichen Teil
des Prinzenhofes platziert werden.
Er bildet ein Pendant zu der nördlich befindlichen Kirche St. Michael. Durch die Distanz zur bestehenden Kirche eröffnet
sich eine neue Fläche. Dieser Platz bietet dem westlich gelegenen Schulgebäude wie auch der St. Michael Kirche einen
Ort zum Verweilen und Ausruhen mitten im Zentrum von Aachen. Durch die südliche Lage des Erweiterungsneubaus
wird aus stadträumlichen Erwägungen eine straßenbegleitende Bebauung zu den südlich und östlich gelegenen
Gebäuden gebildet.
Erweiterungsneubau und Platz reagieren auf die eingangs geschilderten vier Seiten und bilden eine städtische Abfolge
von Raumsequenzen.