© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Konzept
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Die Bauaufgabe wird durch einen besonderen geometrischen Zuschnitt des Grundstücks und der reichen historischen Bedeutung des Ortes mit der Überlagerung von unterschiedlichen historischen Ebenen und Strukturen geprägt. Einen dieser Besonderheiten angemessenen, einmaligen und unverwechselbaren Ort zu schaffen ist das Ziel dieses Entwurfs. Eine hügelartige, schützende und gefaltete Gebäudeform behütet und verbirgt konzeptuell die ausgestellten archäologischen Objekte. Die Faszination, welche von dem Spannungsverhältnis von entdeckten archäologischen Objekten, historischen Zeithorizonten und baulichen Strukturen zu den spezifischen topographischen Fundorten mit den realen landschaftlichen oder örtlichen Eigenschaften ausgeht, soll auf das Gebäude übertragen werden. Dabei bezieht sich das Gebäude auch auf die ansteigende, hügelartige Topographie im Süden, unter der zum Beispiel auch lange das römische Theater versteckt war. Die Begehung und die Entdeckung der archäologischen Objekte in dem Museum werden analog zu der Sichtweise betrachtet, dass Archäologie auch eine Entdeckung des Geheimnisses unter einem Landschaftskörper oder einem Stadtkörper ist.
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Figur
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Die gefaltete Figur entwickelt sich in Ihrer Form aus der Geometrie des Kontextes und des Grundstücks sowie der funktionalen Verteilung der Programmbereiche mit den sich ergebenden Raumhöhen. Die Richtungen der Umgebungen bestimmen die Gebäudefluchten. Die dadurch entstehende expressive Geometrie soll an den alten Wehranlagen erinnern. Das Gebäude komplettiert mit seinen räumlichen Kanten den Stadtkörper der Altstadt nach Osten. Der offene Stadtraum mit solitären Bauformen im Osten und südlich des Bahndamms findet seine räumliche Begrenzung durch die neue Gebäudesetzung. Zugleich definiert die Gebäudeform zwei neue intime Stadtplätze. Durch die Lage auf der Stadtinnenseite und auf der Stadtaußenseite wirkt das neue Museum als Stadteingang und Stadttor. Durch die mäandrierende, gefaltete Form ist der Erhalt eines Teils der großen Platanen im südlichen Grundstücksteil als ortsprägende Elemente möglich. Ein leichtes Abknicken der westlichen Fassadenflucht und eine neue Bodenbalgsstruktur verstärken den inhaltlichen Bezug des Gebäudes zu der Ausgrabung des römischen Theaters.
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Zusammenhängender Bautyp
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Zusammen mit dem Bestandsgebäude, dem Museum für antike Schifffahrt, bildet der Neubau für das Römisch-Germanische Zentralmuseum und den Ausstellungsflächen für das Landesmuseum, Landesarchäologie eine zusammenhängende mäandrierende Gebäudefigur. Ein baulicher Anschluss der beiden Verwaltungsbereiche vom RGZM ist möglich. Die verschiedenen Institutionen sollen einheitlich und plakativ in der Öffentlichkeit auftreten. Die Gebäudestruktur ist dabei so differenziert, dass den einzelnen Funktionsgruppen erkennbare Gebäudeglieder zugeordnet sind.
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Zwei neue Plätze für Mainz
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Auf der West- und Ostseite des Gebäudes werden zwei neue Plätze für Mainz geschaffen. Die Vorplätze sollen intime und vom Lärm der Rheinstraße abgeschirmte Eingangs- und Aufenthaltszonen für das Museum werden.
© Schrölkamp Architektur . Pubblicata il 04 Marzo 2010.
Vorplatz als städtebauliches Gegenüber zum Leichhof
Der taschenartige westliche Vorplatz bildet ein städtebauliches Gegenüber zu dem Leichhof in der Innenstadt. Die städtebauliche und visuelle Bedeutung und Beziehung des neuen Museums mit seinem Eingangsplatz auf der Westseite über den Straßenzug Neutorstraße, Augustinerstraße zum Leichhof, der das Entree zu der Domanlage bildet, soll deutlich herausgestellt werden.
Öffentlicher Durchgang
Auf der Südseite des neuen Foyers befindet sich ein torartiger offener Durchgang von der Neutorstraße zu den östlichen Stadträumen. Dieser Durchgang ist immer offen. Die Durchwegung des Gebäudes und der Stadträume wird über eine Treppe und Rampe, verschiedenen Ein- und Ausblicken in das Museum und die Bewegung durch das Museum und dem Stadtraum inszeniert. Der Durchgang ist in seiner Anordnung auch als städtebauliches Gegenüber zu dem Nebeneingang des Doms an der Nord-Westecke des Leichhofs zu lesen.
Foyer als Tor zur Innenstadt
Das neue Foyer befindet sich in der Mitte der Gebäudeanlage und ist der Dreh- und Angelpunkt der Komposition. Im Übergang zu den beiden Plätzen auf der West- und Ostseite fungiert das Foyer oder „Forum“ städtebaulich wie ein Tor zur Innenstadt.
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