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Bochum, Germany

Gesundheitscampus Nordrhein-Westfahlen

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Die Idee für den Campus

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Der Gesundheitscampus NRW bildet einen weiteren herausragenden Entwicklungsschwerpunkt an der Universitätsstraße in Bochum. Während die Ruhr-Universität der 60er Jahre die damalige Technologiefreudigkeit zeigt und der BioMedizinPark Ruhr in unmittelbarer Nachbarschaft urban bebaute Plateaus als Inseln in der Landschaft formt, entwickelt der Gesundheitscampus seine Identität und Unverwechselbarkeit aus der Offenheit zur Topografie, der Integration vorhandener Bauten (Uni-Hochhaus) sowie der Vernetzung mit den bestehenden Nachbarschaften. Der Campus entsteht im Dialog mit dem Ort: Offenheit, Maßstäblichkeit, Angemessenheit im Umgang mit Ressourcen, und damit Nachhaltigkeit stehen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit im 21. Jahrhundert.

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Offenheit: Topografie

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Auf dem nach Südosten abfallenden Gelände wird in Höhe der Eingangsebene des bestehenden Hochhauses ein großer nahezu ebener Campus in West-Ost Richtung aufgespannt. Dieser wird als lebendiger, sich weitender und wieder verengender Raum ausgebildet und verändert seine Gestalt entsprechend der einzelnen Bauphasen. Die drei Programmteile des 1. BA werden als eigene entwickelt: der MAGS–Bereich bezieht das Hochhaus mit einem Erweiterungsbau, die Hochschule für Gesundheit des MIWFT-Bereiches entwickelt sich in einem 4-5 geschossigen Baukörper im Norden des Campus, die gemeinsamen Nutzungen werden in unmittelbarer Nähe zu den beiden anderen Bausteinen angeordnet. Südexponierte Rampen mit großzügigen Baum bestandenen Rasenterrassen verbinden den Campus mit den Waldflächen im Süden. Weitere vorwiegend 4-geschossige Bausteine erhalten ebenso einen direkten Zugang vom Campus. Die Topografie ermöglicht die Unterbringung der Stellplätze ebenerdig oder auf zweigeschossigen Parkdecks, die bereichsweise mit aufgeständerten Bauteilen überstellt und mit Dächern versehen werden.

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Vernetzung: Erschließung

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Das Konzept eines zentralen vom motorisierten Individualverkehr frei gehaltenen Campus führt zum Vorschlag einer von der Oesterendestraße ausgehenden der Topografie folgenden ringförmigen Erschließung, von der alle Einrichtungen und alle Stellplätze aus dezentral erschlossen werden. Die Einbeziehung der Oesterendestraße in den Erschließungsring, die einfache Anbindung des geplanten Sportinstitutes sowie die problemlose Erweiterbarkeit sind weitere Vorteile dieses Konzeptes. Die ebenerdigen Stellplätze für das Studentische Wohnen werden an die Stiepeler Straße angebunden.
Vorhandene und geplante Bushaltestellen lassen sich ebenso integrieren wie die geplante U-Bahn Haltestelle an der Universitätsstraße. Für Radfahrer und Fußgänger werden vorhandene Wegebeziehungen aufgenommen und neue geschaffen. Es ergeben sich vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten zu den Sportanlagen und zum Studentischen Wohnen im Norden, dem Wohngebiet an der Stiepeler Straße, dem BioMedizinPark Ruhr sowie zur Universitätsstraße.

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Integration: Organisation

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Die Integration des bestehenden Hochhauses in den Gesundheitscampus für die Nutzungen des MAGS-Bereiches stärkt die Präsenz des Vorhabens im Stadtbild. Ein Erweiterungsbau vorwiegend für die Labore umgreift den Bestand in den unteren Geschossen und bildet die Adresse der LIGA. Eine innere Glashalle stärkt die Kommunikation im Gebäude, vermittelt zwischen den Geschosshöhen und ermöglicht gleichzeitig die erforderliche Abteilbarkeit einzelner Bereiche.
Die Hochschule für Gesundheit als Kernbaustein des MIWFT-Bereiches entwickelt sich entlang des Campus mit einem großzügigen Kommunikationsbereich. Grüne Innenhöfe und Dachterrassen öffnen die Hochschule zum Campus und zur Landschaft. Der Geländeversprung zur nördlichen Erschließungsachse ermöglicht die Anbindung des Obergeschosses bei gleichzeitiger Belichtungsmöglichkeit der Serviceräume im Norden. Die zentralen Einrichtungen erhalten ein eigenständiges Gebäude. Eingangs-, Hörsaal und Tagungsbereich mit Cafeteria sind im EG und im Zwischengeschoss angeordnet, im 1. OG ist die Mensa mit Terrasse/Loggia zum Campus vorgesehen. Ein Lichthof bildet eine optische Verbindung zur Bibliothek im 2. OG.
In die Flächenermittlungen werden auf Grund des BGF/NF Verhältnisses von 2,0 jeweils auch erforderliche Lager- und Technikräume im UG einbezogen. Für die weiteren Entwicklungsstufen werden U-förmige Bausteine entwickelt, die mit differenzierten Raumtiefen auf unterschiedliche Anforderungen reagieren, die jeweiligen Stellplätze auf Parkdecks integrieren und offene Höfe zur Landschaft erhalten. Die Ausweisung eigener Grundstücke ist für diese Bausteine möglich. Rechtwinklige Baukörper, deren Grundriss sich aus dem bestehenden Hochhaus ableiten, ergänzen das Nutzungsangebot im 3. Bauabschnitt. In dieser Baustufe wird der Campus als gebaute Topografie bis an die U-Bahn Haltestelle herangeführt.

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Maßstäblichkeit: Materialien und Gestalt

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Das Thema Maßstäblichkeit durchzieht alle Ebenen des Konzeptes des Gesundheitscampus: Arbeits-, Forschungs-, und Bildungsatmosphäre entsteht in einer übersichtlich organisierten, die Kommunikation fördernden Architektur. Sich durchdringende Außen- und Innenräume sowie angenehme Oberflächen stärken den thematischen Bezug. Glasflächen mit geschlossenen Bereichen aus Sichtbeton für die Kommunikationsbereiche, Bandfassaden mit einer Holzverkleidung für die Lehr- und Forschungsbereiche vermitteln auch nach außen ein zeitgemäßes Bild für den Gesundheitscampus. Die vorgeschlagenen Themen werden in den Fassaden der einzelnen Bausteine variiert: die Hochschule für Gesundheit erhält vertikal verlaufende Schiebeläden, im Bereich des bestehenden Hochhauses werden horizontal laufende Faltsysteme als außen liegender Sonnenschutz angeboten. Weitere Abwandlungen des robusten Materialkonzeptes unterstützen die Adressbildung der einzelnen Nutzer. Die gemeinsamen Nutzungen werden in einem großzügig verglasten Baukörper angeordnet.

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Nachhaltigkeit: Freiräume

Zur Betonung des räumlichen Zusammenhangs des Campus wird eine lineare Textur über alle Teilbereiche gelegt, die sich in Form wechselnder Beläge (Asphalt, Steinplatten, Holzdecks) Sitzelementen (Beton, Holz) Pflanzflächen (Beete, Gräser) und Wasserflächen abbildet. In Kombination mit einem offenen Rinnensystem und kleineren Retentionsflächen (Gräser, Iris, Schilf) entstehen durchgängige, lineare Elemente, welche die visuelle Verknüpfung stärken und den Campus gliedern, ohne der offenen Fläche ihre Flexibilität und Kontinuität zu nehmen. Die Sitzstufen der Rasenrampen stellen eine Fortsetzung der Plattenbänder dar und folgen diesen in der Materialwahl, strapazierfähige Rasenbereiche sind als Liegeflächen vorgesehen. Einen Kontrast zum urban bestimmten Campus bilden die teilweise auf Parkdecks gelegenen Gärten: es entstehen freier gestaltete intime Freiräume, die zu Erholung und Entspannung einladen. Blühende Stauden, Gräser und mehrstämmige Gehölze bieten einen hohen Zierwert und entsprechen zugleich dem Standort Dach (Felsenbirne, Zierkirsche).
Das Regenwasser wird teilweise in offenen Rinnen gesammelt und über kleinere, auch dekorative Retentionsflächen in die südlich der Stiepelerstraße gelegene Mulde geführt. Wasser als Gestaltungselement belebt vor allem im Kernbereich des Campus die Oberflächen. Es wird ein Wasserfilm vorgeschlagen, der in das System der Rinnen eingebunden ist.

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Europaconcorsi cura il servizio di informazione sui bandi di progettazione e la realizzazione del servizio albo-on-line delle seguenti associazioni professionali:

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Collegio Ingegneri della Toscana, Collegio dei Periti Industriali di Grosseto, Federazione agronomi e forestali della Lombardia, Dipartimento S.S.A.R. Università "G. D'Annunzio", Collegio Geometri Reggio Calabria, Consiglio Nazionale dei Geologi, InArSind Sindacato Nazionale Ingegneri e Architetti, Ordine Ingegneri e Architetti di San Marino, Collegio dei Periti Industriali di Siena, Associazione Laureati Iuav