© Bs+ Städtebau Und Architektur . Published on April 21, 2010.
Leitidee des Entwurfes ist die Komposition einer zentralen Raumfolge zur Verbindung des Universität mit der Elbe. Ausgehend vom Universitätsplatz im Westen entwickelt sich ein zentrales Freiraumband nach Osten, die Universitätspromenade. Zentraler Gelenkpunkt im Freiraumsystem ist der Otto-von-Guericke-Platz im Bereich der Mensa und der Bibliothek.
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Der östliche Teil der Promenade führt über die Sandtorstraße zum Sandtorplatz. Dieser erschließt das Sandtorquartier mit den bestehenden Lagergebäuden, welches sich zu einem Kreativ- und Kulturstandort entwickeln soll. Entsprechend dem Motto »new ideas occur in old buildings« sollen die Gebäude von Kreativen zum Forschen, Arbeiten, Produzieren genutzt werden können. In Ergänzung mit Gastronomie- und Freizeitangeboten entsteht aus der besonderen Atmosphäre des Ortes ein einzigartiges Quartier.
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Das Sandtorquartier bildet zugleich das funktionale und räumliche Scharnier zur Anbindung des Hafenareals. Am Hafenbecken entsteht ausgehend vom Charles-de-Gaulle-Platz ein gemischt genutztes Quartier mit einem intensiven Bezug zur Elbe.
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Der dominanten Ost-West-Achse steht eine rhythmische Folge von Rasenforen zur Seite, deren dezente Topographie das Thema des „Campus-Catwalks“ unterstreicht. Ihre leicht abgesenkte Lage formuliert klar erkennbare Aufenthaltsbereiche innerhalb der heterogenen Baustruktur der Umgebung. Die streng gesetzte Ahornreihe verleiht den ost-westlich verlaufenden Catwalks ein erkennbares Rückgrat. Kontrastierend dazu akzentuieren locker verteilte Baumgruppen die begleitenden Rasenflächen. Mehrstämmige und blühende Baumarten, wie Cercis und Prunus cerasifera, verleihen den Foren parkartige Qualität auf kleinstem Raum.
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Die „Catwalks“ heben sich durch ihren markanten Belag aus dunklem Asphaltterrazzo und die lineare Baum- und Lichtarchitektur deutlich von ihrer Umgebung ab. Sie bleiben so auch über mehrere Richtungswechsel hinweg ein gut erkennbares Leitelement. Sie kennzeichnen Straßenquerungen und verbinden wichtige Gebäude und Freiräume miteinander und mit der Elbe. Ein feinkörniges Belagsmaterial begleitet die linearen Achsen, umspielt die Grünflächen und bindet angrenzende Gebäude an. Sitzstege, die in die Rasenflächen hinein ragen, spielen mit dem Thema des nahen Hafens und bilden mulifunktionale Sitz-, Spiel und Aktionsflächen.
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Der Sandtorplatz spannt sich zwischen dem südlichen Elbsteg und einem nördlichen Wasserbecken auf. Der ruhige Wasserspiegel setzt die bestehende Industriearchitektur wirkungsvoll in Szene. Das Becken teilt die Bewegung der Fußgänger in zielgerichtete Besucher des Wissenschaftshafens und erholungssuchende Elbwanderer. Als Pendant zum Auftakt der Achse am baumüberstellten Universitätsplatz in städtischem Kontext wird hier mit dem vorherrschenden Wasserthema der nahe Fluss deutlich spürbar.
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Die Integration des Unicampus in die benachbarten Quartiere soll mit einer behutsamen Neuordnung von Bau- und Erschließungsstrukturen erfolgen. Fraxinus ornus in doppelten Reihen verleiht den nord-südlichen Seitenstraßen des Campus ein freundliches Gepräge, ohne jedoch die Orientierung stiftende Dominanz der Platanen zu schmälern. Der Wittenberger Platz wird über die Hansastraße diagonal mit dem der Unipromenade und dem Otto-von-Guericke-Platz verbunden. Im westlichen Teil wird der Nordpark über zwei Grünstreifen direkt mit der Unipromenade verbunden.