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Hamburg, Germany

Lohsepark Hamburg Hafencity

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2. Phase / VOF Ansicht vom Baakenhafen "The Rocks"

Park und Dialektik

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Dialektischer Park 1. Phase

Zwischen den Wasserflächen des Hafens und den beeindruckenden Gebäudeensembles der Hafencity aufgespannt entfaltet sich der Lohsepark als grünes Bindeglied zwischen den Grünanlagen des Cityringes und dem beeindruckenden maritimen Hafenpanorama der Uferpromenade am Baakenhafen. Die Setzung als lichter Baumpark arrondiert die bestehenden und geplanten Freiräume der Hafencity. Im Spiel von Dichte und Weite reagiert der neue Park auf unterschiedliche Nutzungsansprüche. Vielfalt , Individualität, Identität gehen hier eine unverwechselbare Symbiose ein.

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Dialektischer Park 1. Phase

Die Geschichte des Geländes ehemaliger Hannoverscher Bahnhof als Sammelstelle und Ort der Verschleppung verfolgter Juden, Sinti und Roma verpflichtet das Quartier, den neuen Park, auf eine weit über den Ort und die Zeitenläufe hinweg inhärente Bedeutung und Verantwortung, die nachfolgenden Generationen zum Gedenken und Erinnern auffordernd.

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Entwurf LohsePark Verknüpfung der Quartiere, der nord-südlichen, übergeordneten Freiraumverbindung im neuen Park durch den mäandrierenden Hauptweg unter Bildung topographisch leicht zur Mitte geneigten Rasenflächen mit malerischen Baumgruppen unterschiedlicher Arten.

Die Raumbildung durch die Bäume des Lohsepark charakterisiert die Spange des Parks in der städtebaulichen Struktur der Hafencity. Ausgehend von einem lockeren Blätterdach im Norden öffnet sich der Raum des Parks, Lichtungen geben den Blick in den Himmel und zum Baakenhafen hin frei. Beiläufig und selbstverständlich setzen hier malerische Solitärgehölze charakteristische Akzente und schaffen geschützte Orte mit Blick auf offene Wiesen- und Rasenflächen mit vielfältigem Angebot an Spiel und Aufenthalt. Gehölzverwendung und Raumbildung schaffen Aspekte romantisch anmutender Szenerien im Verlauf der den Park durchquerenden Wege. Ein vier Meter messender, differenziert ausgeformter Rahmen, der Treppen, Rampen und Sitzelemente bietet, bildet den Höhensprung zur Fläche des Parks und damit den Übergang vom Straßenraum zur Freifläche der Spange. Die Topografie der Parkspange schafft sensible Höhenunterschiede, die zum Rahmen hin teilweise bis auf das Niveau des Straßenraumes ansteigen und unterschiedlich gekippte Rasenebenen anbietet. Rasen und sporadische Sitzauflagen schaffen auf dem Rahmen am Rand des Parks angenehme Aufenthaltsbereiche mit Blick in den Park. Die zueinander mit Bezug auf die topographischen Notwendigkeiten unterschiedlich geneigten Teile des Doppelrahmens verleihen dieser Fassung der Freifläche eine eigene Charakteristik, vermitteln den Höhensprung und nehmen Nutzungen auf wie Sitzgelegenheiten, notwendige Rampen, Treppen oder können als Liegeflächen genutzt werden. Ein großzügig konzipierter Parkweg bindet unter Berücksichtigung der fußläufigen Anschlusspunkte aus der Umgebung die Köpfe der Parkfläche zum Wasser an und erschließt die wichtigen Orte des Aufenthalts und Spiels im Park. Nebenwege übernehmen direkte, jedoch untergeordnete Verbindungsbeziehungen in die Quartiere. Der Hauptweg ist unterteilt in Fast Lane und Slow Lane und sind unterschiedlich befestigt. Die großzügigen Flächen der Slow Lane sind zum Teil mit Bäumen, unter denen den Weg begleitende Spielangebote integriert werden können, überstanden.

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Detail des Ideenbereiches "Fuge /Mahnmal-Gedenkort" Ansicht vom Gedenkort zum "Lohseplatz" / Dokumentationszentrum

Spielhaus und Kiosk sind, der alternierenden Konzeption der Haupterschließung folgend, Teil der Gesamtkonzeption und berücksichtigen die Adressbildung der Gebäude am Park, in dem ihre Verortung so weit wie möglich den Bezug der Erdgeschoßzonen zum Park freihält. Das zur Stadt hin orientierte Parkentrée beginnt mit einer zum Wasser orientierten Schilf-Loggia, die durch den Tidenhub natürlich bewässert wird. Den Anschluss des Parks an die Uferpromenade am Baakenhafen bildet eine großzügige Rasentreppe mit Sitzauflagen und Rampe als Auftakt des Hafenpanoramas. The Rocks, die auf dem Niveau des Parks mit frei wachsenden, malerischen Gehölzen bepflanzt sind und sich von der Treppe bis nahe ans Wasser hervorwagen, repräsentieren eindrucksvoll den Lohsepark als grüne Fuge in der imposanten Wasserfront von Promenade und Hafenbecken. Im Bereich des offeneren südlichen Parks bilden einzelne malerische Solitärgehölze mit Bezug auf die Faltung der Topografie Mikroorte intensiver Ausstattung unter den Kronen der Bäume. Den Weg begleitende Pflanzflächen lassen im Zusammenspiel mit der Topographie und den Bäumen Oasen des kontemplativen Aufenthalts entstehen.

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Detail des Ideenbereiches "Fuge /Mahnmal-Gedenkort" Ansicht vom Gedenkort zum "Lohseplatz" / Dokumentationszentrum

Der Ort der Erinnerung, der Gedenkort manifestiert sich im Besonderen entlang der Trasse des Gleises und Bahnsteiges, einem Schicksalsort der deportierten Mitbürger, die in den Jahren 1940-45 hier in 20 Züge verladen wurden. Ein Ort, dessen Bedeutung für die Nachwelt durch das Wachhalten der Erinnerung an jeden Einzelnen der 6428 Juden und 1264 Sinti und Roma geprägt ist. Das Freihalten der Topografie, der Schichtung des Gleis- und Bahnsteigkörpers erfolgt städtebaulich durch eine Fuge im Gewebe des neuen Quartiers, im Freiraum durch das Unterlassen einer Überformung des historischen Geländeniveaus. Die Tektur der angehobenen Topografie des Stadtteils reagiert gestalterisch auf die Schichtung des freigehaltenen Bahnkörpers mittels Mauerscheiben, Rampen und Treppen. Hierbei ist die offene und selbstverständliche Zugänglichkeit und die Sichtbarmachung der Fuge wesentlicher Bestandteil des vorgeschlagenen Reliefs. Die den Topographiesprung ausgleichende Mauerscheibe, die schmale Rampe und verdeckte Treppe können konzeptimmanent ebenso wie der Gedenkort in der Lichtung des Baumhaines selbst Objekt sein für eine weitere auszuarbeitende künstlerische Auseinandersetzung im Rahmen des Ensembles aus Gedenkort und Dokumentationszentrum. Im Kontext der historischen räumlichen Lage des Bahnhofes mit Bahnsteigen, Portal und Vorplatz wurde eines der den damaligen Lohseplatz charakterisierenden Rasenbeete in die Konzeption des Entwurfes integriert. Als Spur des Vorplatzes verstärkt diese Setzung die dem Entwurf zu Grunde liegende Vorstellung eines Weges der Erinnerung zwischen Dokumentationszentrum und Gedenkort. Das Ensemble der Erinnerung am Ort des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs bietet den nachfolgenden Generationen Halt und Sicherheit und steht in seinem räumlichen Präsens in der Hafencity, dem Lohsepark für die Selbstverpflichtung des Gemeinwesens auf eine tolerante und menschliche Gestaltung der Gegenwart und Zukunft.

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Detailierung einzelner Zonen der Parkanlage

Der neue Park der Hafencity wird zum innerstädtischen Refugium der bunt gemischten Menschen und Bäume, eine grüne Visitenkarte Hamburgs als offene Weltstadt des 21. Jahrhunderts.

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Detailierung einzelner Zonen der Parkanlage

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Perspektivische Ansicht vom "Lohseplatz" in die Fuge des Mahnmals und nach Süden

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Schnitt

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