© MGF Architekten . Pubblicata il 29 Luglio 2010.
STÄDTEBAU. das Areal des Welterbes Zollverein ist geprägt durch ein konglomerat aus ursprünglicher industrieller Architektur. durch die konversion in Informations- und Bildungsarchitektur ist daraus ein offenes und identitätsstiftendes Zeugnis des heutigen Ruhrgebiets geworden. der Neubau des fachbereichs Gestaltung der folkwang Univer- sität forciert diese Entwicklung. Der Neubau formuliert den nördlichen Abschluss der Designstadt. Maßgeblichen Einfluss auf die städtebaulich- architektonische Formfindung ist die Architektur der Zeche Zollverein. Das Thema der aneinder gefügten, ab- lesbaren orthogonalen Baukörper wird aufgenommen und ausformuliert. diese Gliederung fügt sich das große Gebäude in den kontext und körnung des Rahmenplans der designstadt ein. die Baukörperkanten des Master- plans bedingen die Rhythmisierung des Neubaus – es wird ein Abschluss ohne Rückseiten gebildet.
© MGF Architekten . Pubblicata il 29 Luglio 2010.
ARCHITEKTUR UNd ORGANISATIoN. das trapezförmige Grundstück wird durch den Neubau nahezu vollständig besetzt. dadurch entsteht eine Bau- körperkonstellation aus unterschiedlich großen kuben mit eingeschnittenen Höfen und Atrien. der Haupteingang der Universität orientiert sich zum zentralen Grün der Designstadt. Im Inneren binden die Verkehrsflächen die- se körper zu einem Raumkontinuum zusammen, welche mit geschossübergreifende Lufträume verknüpft sind. Unterschiedliche Raumtiefen definieren tiefe Seminarräume bzw. schmale Büroflächen und Nebenräume. Durch Höfe entsteht ein kommunikativer und lichter Ort für inneruniversitäre Kommunikation. An definierten Stellen wei- ten sich diese Flächen in zweigeschossige Räume auf. Hier finden Präsentationen der Studienarbeiten statt.
© MGF Architekten . Pubblicata il 29 Luglio 2010.
KONSTRUkTIoN UND MATERIAL. das viergeschossige Gebäude wird auf einer Tiefgarage als Stahlbetonskelettbau errichtet. Einheitliche Raster- systeme und Modularität begünstigen eine wirtschaftliche Erstellung und Betrieb des Hauses. die äussere Hül- le bezieht sich in Ihrer Bündigkeit auf die Gestaltung der Zeche Zollverein. Geschlossene Brüstungselemente wechseln sich mit verglasten Bereichen ab. Ein vertikales Raster bindet die ordnung der Brüstungen aus Beton mit den transparenten Bereiche aus Gussglas zusammen. die transparenten Bereiche sind als kastenfenster mit dazwischenliegendem Sonnenschutz vorgesehen. durch großzügige fugenanteile ist eine natürliche konvektion/ Luftaustausch der äußeren Verglasung gewährleistet. Zudem wird eine natürliche Nachtauskühlung durch interne Lütungsklappen im Bereich der Innentüren realisiert. So kann bei geöffneten fassadenfenstern nachts Luft durch das Gebäude über die Lufträume über geöffnete oberlichter durch das Haus strömen. Es entsteht eine natürliche konvektion, welche die weitgehend sichtbaren Betondecken auskühlt.
© MGF Architekten . Pubblicata il 29 Luglio 2010.
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