© Cez Calderan Zanovello Architetti . Published on September 01, 2010.
Gummer ist ein Dorf das aus zwei Teilen besteht: aus einem neuen Wohnviertel, das in den letzten Jahren zwischen den Kehren der Strasse nach Welschnofen und Obergummer entstanden ist, und, auf einem schmalen Vorsprung hoch über dem Eggental, aus der kleinen historischen Dorfsiedlung rund um die Kirche Sankt Valentin. Neben der Pfarrkirche wurden die wichtigsten Gemeinschaftsbauten des Dorfes realisieret, Vereinhaus, Schule, Kindergarten so das gegenüber dem “privaten” Wohnsiedlung eine Art öffentliche “Hochburg” entstanden ist. Die Planung des neuen Planetariums und des neuen Schulgebäudes bietet die Möglichkeit den zentralen Bereich des Dorfes zu verstärken und dessen Anbindung an der Wohnsiedlung zu verbessern. Um der kleinteiligen Struktur des Dorfes gerecht zu sein werden die vorgesehnen Nutzungen in zwei Gebäuden verteilt. Somit erhalten Schule und Planetarium in eigenständiges Erscheinungsbild. Durch die genaue Positionierung der Bauvolumen wird, vom Parkplatz ausgehend, eine Abfolge von unterschiedlichen Freiräumen geschaffen. Zwischen Vereinhaus und Planetarium, in dessen Sockelgeschoss das Arzt Ambulatorium vorgesehen ist, wird ein unterer Platz geschaffen von dem aus, über einem Laubengang, der Jugendraum erreichbar ist. Der Höhensprung, der den oberen Dorfplatz von dem Parkplatz trennt, wird mit einer grosszügigen neuen Treppenanlage neben der befahrbaren Rampe überwunden. Zwischen dem flacheren Planetariumsgebäude und dem “Turm” der Grundschule bildet sich eine enge “Gasse”, die den oberen Dorfplatz nach Westen, zu der Terrasse, wohin der untere Laubengang mündet, und zu der gegenüber liegenden Sternwarte hin öffnet.
© Cez Calderan Zanovello Architetti . Published on September 01, 2010.
Nutzungen
© Cez Calderan Zanovello Architetti . Published on September 01, 2010.
Die Grundschule wächst vom Gebäude des Kindergartens aus, zum Dorfplatz hin übernimmt dessen Baulinie und mit seinen drei Geschossen bildet das Zentrum des Gebäuden Ensembles. Über einer beschützten Eingangsloggia, die durch einen schrägen Einschnitt im Erdgeschoss entsteht, gelangt man ins Gebäudefoyer. Von hier aus erreicht man ebenerdig die Bibliothek, und über der Treppenanlage nach unten die Mensa und die Turnhalle im Sockelgeschoss und nach oben die Grundschule. Sie ist auf zwei Geschosse um einen zentralen Pausenraum organisiert. In dem angrenzenden ersten Obergeschoss des Kindergartens, das vorher als Bibliothek benutzt worden ist, werden die Sanitäranlagen, Lagerräume und der Computerraum untergebracht. Die Mensa im Sockel des Gebäudes ist auch über dem Laubengang von dem unteren Dorfplatz erreichbar, die Anlieferungsbereich der Küche ist somit von aussen direkt erschlossen. Der Eingang des Kindergartens wird neu organisiert: ein neues grosszügiges Fenster nach Westen erhellt den Gardarobenbereich. Das Planetarium übernimmt die zwei oberen Geschosse des zweiten Gebäudes und ist direkt vom Dorfplatz erreichbar. Die Pausenfläche, die auch als Ausstellungsraum dient, ist als Ausdehnung des Platzes im Innern konzipiert. Von hier aus kann man über eine Spalte in der Decke das “Geheimnis” des Gebäudes spähen: das Halbkugel förmige Volumen des Planetariums im Obergeschoss.
© Cez Calderan Zanovello Architetti . Published on September 01, 2010.
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