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Osnabrück, Germany

Bibliothek der Fachhochschule und Universität Osnabrück

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Leitidee des Entwurfes ist es mit einem präzisen Körper einen einprägsamen Ort für eine öffentliche Institution zu schaffen. Mit baulichen Mitteln soll die neue Bibliothek als „kulturelle und geistige Mitte“ der Hochschulen zum integrativen Bestandteil auf dem Campus ausformuliert werden. Diesem Ansatz folgend setzt die bauliche Konzep- tion die raumbildende Orthogonalität der vorgefundenen Strukturen auf dem Hochschulareal fort. Der Neubau formu- liert die bauliche Kante zum Barbaraplatz, definiert dadurch eindeutig den öffentlichen Raum als Adresse und eröffnet Blick- und Wegebeziehungen zwischen Platz, Forum und Campus. Der Barbaraplatz wird die gemeinsame Adresse für die neue Bibliothek und den gesamten Hochschulcampus. Es soll ein Campus wie ein dichtes, zentrales Stadtquartier entstehen.

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Körper. Die neue Bibliothek ist ein klarer und einfacher Baukörper.

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Raum. Der Baukörper definiert und hierarchisiert Räume: den öffentlichen Straßenraum und Platz, die gedeckten Vorbereiche zum Eingangsbereich, die internen Gartenhöfe mit Leseterrassen, das öffentliche Forum.

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Transparenz. Die Verknüpfung dieser Räume durch den Neubau eröffnet Blickbeziehungen aus den Gebäuden in typologisch differenzierte Freiräume.

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Eingang und Treffpunkt. Das Bibliotheksfoyer bildet mit seinen Vorbereichen den zentralen Ort zwischen den öffentlichen und geschützten Bereichen und signalisiert Offenheit, Lebendigkeit und eigene Identität. Der Eingang in die neue Bibliothek erfolgt von drei Seiten über gedeckte Vorbereiche. Die öffentlichen Foyer-, Ausstellungs- und Gastronomiebereiche öffnen sich zum angrenzenden Barbaraplatz und zum Forum. Es bildet mit ihnen als fließende Raumlandschaft ein kommunikatives Raumkontinuum und vernetzt dadurch den Hochschulcampus mit der städtischen Nachbarschaft.

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Fachhochschule und Universität. Die Ausformulierung von zwei Bibliotheksbereichen in einem Haus folgt dem Konzept einer räumlichen Zonierung in flexibel miteinander verknüpfte Gebäudebausteine. Über das gemeinsame Sockelgeschoss und zwei zentrale Treppenanlagen mit Aufzügen im Verbinder werden die Häuser formal und funktional zu einer Bibliothekseinheit verbunden. Das gewählte Gebäuderaster und Tragsystem ermöglicht flexible Nutzungsmöglichkeiten unter Ausnutzung gewünschter Synergieeffekte und eine Anpassung an geänderte Benutzungskonzepte für beide Bibliotheksstrukturen.

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Bibliothek und Nutzungen. Der viergeschoßige Neubau wird als Schale aufgefaßt: er umschließt zwei Gartenhöfe. Alle Bibliotheksbereiche öffnen sich über hohe Glasflächen zu diesen innenliegenden, ruhigen Höfen. Die Gärten sind die gemeinsamen Räume in einem offenen und transparenten Neubau. Die Organisation der Bibliothek ist von dieser Idee bestimmt. Die Hierarchisierung erfolgt entsprechend der zu erwartenden Nutzungsintensität von “offen nach intern”. Es entsteht für die Bibliothek ein offener Nutzerbereich, der konzentriertes und kommunikatives Arbeiten ermöglicht. Arbeits- und Leseplätze sind an den sonnengeschützten Gartenhöfen, aber auch am Fenster vorgesehen. Terrassenartig angeordnete Arbeitsgalerien öffnen sich über einen Luftraum zu den beiden Gartenhöfen. Treppenanlagen und Gartenhöfe verbinden alle Geschoße miteinander. Die Verwaltungsbereiche besitzen einen eigenen Zugang und wurden in räumlicher Nähe zur Anlieferung mit Poststelle organisiert. Im Gegensatz zu den Verwaltungsräumen der Universität, sind die der Fachhochschule direkt vom Benutzerbereich begehbar. Die Anlieferung erfolgt von der westlichen Erschließungsstraße.

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Fassade und Materialität. Unser Vorschlag für die Bibliothek folgt der Typologie des Bücherregals, der Bücher und der darin enthaltenen Textzeilen. Entsprechend ergibt sich eine Fassadengestaltung in der die großen, stehenden Öffnungen gefüllt werden – die Bücherregale zeichnen sich in der Fassade fast ab. Der Materialkanon aus den bestehenden Hochschulgebäuden soll aufgenommen und modifiziert werden. Entsprechend werden die tragenden Außenfassaden mit unterschiedlich hellen, lebhaft gemischten Ziegelsteinen (Wasserstrichklinker) bekleidet. Die Fassadenöffnungen werden durch senkrechte Klinkerfaschen mit zwei- bzw. dreifachen Rücksprüngen strukturiert. In die Faschenleibungen werden Lüftungselemente integriert, über welche die Innenräume natürlich belüftet werden können. Die Fensterbänke sind im Farbkanon der Fassaden durchgefärbte Betonelemente. Entsprechend der Himmelsrichtung variieren die Fassadentiefen um an den sonnenzugewandten Fassaden eine bestmögliche Selbstverschattung der Fensteröffnungen zu erreichen. Die Fenster sind innenbündige, klar beschichtete Holzfenster. Jene Fensterelemente hinter denen Regale stehen, können durch Füllpaneele aus transluzentem Natursteinglasverbund geschlossen werden, um die Bücher angemessen zu schützen. Andere erhalten außenliegende Schiebeelemente oder werden sogar mit einer tieferliegenden Ziegelschicht ganz verschlossen. Auf diese Weise wird Sonnenschutz mit baulichen Mitteln ermöglicht. Die Fassaden zu den innenliegenden Gartenhöfen sollen, im Kontrast zu den tief strukturierten Außenfassaden, große Fensteröffnungen erhalten und dadurch viel natürliches Licht ins Gebäudeinnere bringen. Der das Äußere bestimmende Materialkanon soll auch im Inneren des Baukörpers fortgesetzt werden. Im Ausbau werden einfache Materialien wie Beton, Stein, Holz, Asphalt, Stahl, Textilien möglichst authentisch und unbehandelt verwendet. Die Betondecken und stützen blei ben unverputzt und dienen als passive Speichermassen. Abgehängte Decken sind, soweit raumakustisch vertretbar, nicht vorgesehen. Die hellen Innenwände stehen im Kontrast zu dem dunklen Fußboden. Der Bodenbelag der öffent- lichen Erschließung soll sich im Erdgeschoss fortsetzen um die optische Vernetzung von Innen- und Außenräumen zu unterstreichen.

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Tragwerk und Konstruktion. Das modulare Entwurfsprinzip erlaubt den Einsatz vorgefertigter Bauteile. Zur Gewährleistung einer kurzen Bauzeit und zur Kostenreduzierung können die Neubauten mit Fertigteilen errichtet werden. Für das Tragwerk des Bibliotheksgebäudes wird eine Stahlbetonskelettkonstruktion gewählt, sie bietet die größtmögliche Flexibilität im Innenausbau und bei späteren Umnutzungen oder Umgestaltungen der Innenräume. Hinzu kommt, dass der Baustoff Stahlbeton die Brandschutzanforderungen ohne zusätzliche Verkleidungen erfüllen kann. Die Horizontalaussteifung der Gebäude erfolgt über die Stahlbetondeckenscheiben. Vertikal werden die Gebäude über die Stahlbetontreppenhaus- und Aufzugskerne sowie weitere Stahlbetonwandscheiben ausgesteift. Die Abtragung der Vertikallasten erfolgt über die Stahlbetonlochfassaden bzw. über die geschlossenen Stahlbetonwände, die Stahlbetoninnenwände der Treppenhäuser und der Aufzugsschächte, sowie über Stahlbetonstützen. Alle sonstigen verbleibenden Wände können hinsichtlich einer größtmöglichen Flexibilität als nichttragende Wände ausgeführt werden. Wesentlich für die Wirtschaftlichkeit der Rohbaukonstruktion ist die Ausführung der Deckenebenen. Bei der Deckendimensionierung sind neben der Wirtschaftlichkeit das Verformungsverhalten und die Schwingungsanfälligkeit zu berücksichtigen. Um eine größtmögliche Flexibilität in der architektonischen Gestaltung und in der Trassenführung der Haustechnik zu ermöglichen, werden die Geschossdecken als punktgestützte Stahlbetonflachdecken ausgeführt. Die Deckendicke kann bei einem maximalen Stützenraster von ca. 6.0m in der Regel mit h = 30 cm angegeben werden. Die Dachdecken werden wie die Geschossdecken als punktgestützte Stahlbetonflachdecken mit extensiver Begrünung geplant.Die Treppenläufe werden i.d.R. als Stahlbetonfertigteile ausgeführt und mit geeigneten, zugelassenen Einbauteilen schalltechnisch von den Podesten und Geschossdecken getrennt. Auf Grund der regelmäßigen Gebäudestruktur und des vorhandenen Rasters der Lastachsen ist eine Flachgründung mit Einzel- und Streifenfundamenten als kostengünstigste Gründungsvariante möglich. Die Fundamente werden frostfrei auf gewachsenen tragfähigen Baugrund gegründet.

Haustechnisches Konzept. Dem energieeffizienten und nachhaltigen Gebäudekonzept folgt das Konzept für die technische Gebäudeausrüstung:

Raumheizung – Winter. Grundsätzlich sollen sich Bibliotheken als großflächige und offene Räume darstellen. Der architektonische Entwurf folgt diesem Grundsatz, so dass eine gleichmäßige und konstante Temperierung der Bereiche sichergestellt werden und Temperaturunterschiede bzw. Schwankungen vermieden werden müssen. Insofern erfolgt die Beheizung der Geschosse im Winter über eine Betonkerntemperierung. Die Trägheit des Systems erweist sich hierbei als Vorteil, da über den gesamten Tagesverlauf eine gleichmäßige Temperierung sichergestellt ist. Randzonen und Einzelarbeitsplätze werden unterstützend mit Heizkörpern beheizt.

Raumkühlung – Sommer. Die Gestaltung der südlich orientierten Fassade mit schmalen Fenstern und tiefen Leibungen verhindert in Kombination mit dem außenliegenden Sonnenschutz einen Eintrag von äußeren Lasten. Durch die Innenhöfe ist eine Belichtung mit Tageslicht sichergestellt. Da nutzungsbedingt nicht auf eine künstliche Beleuchtung verzichtet werden kann, erfolgt durch die Beleuchtung und die zeitweise hohe Anzahl von Personen im Gebäude ein Wärmelasteintrag, der nicht in jedem Falle durch die natürliche Fensterlüftung abgeführt werden kann. In diesem Fall kommt die Betonkernaktivierung zum Einsatz, die zunächst über eine freie Kühlung in Kombination mit den Rückkühlwerken die inneren Wärmelasten abführt. In extremen Situationen wird die Betonkerntemperierung als aktive Kühlfläche in Kombination mit der Kälteerzeugung genutzt.

Kontrollierte Lüftung – Winter. Zur Minimierung von Wärmeverlusten werden die Nutzungsbereiche mit einer raumlufttechnischen Anlage nach dem Prinzip einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet. Dabei wird über die RLT-Zentrale eine geringe Luftmenge zugeführt. Diese Luft durchströmt die Nutzungsbereiche und wird im Bereich der zentralen Steiger wieder erfasst. Diese Durchspülung sorgt neben der Sicherstellung des Mindestluftwechsels und der Reduzierung von Wärmeverlusten auch zur Abfuhr von bibliotheksspezifischen Gerüchen. Eine manuelle Fensterlüftung ist in Teilbereichen (z.B. Verwaltung) möglich. Kontrollierte Lüftung – Sommer.

Das gesamte Gebäude soll im Sommer natürlich über Fenster gelüftet werden. Wird eine aktive Kühlung notwendig, schaltet die Lüftungsanlage (wie zuvor für den Winterfall beschrieben) zu. Elektro – Beleuchtung Die im Hinblick auf einen effiziente Energiehaushalt und eine maximale Tageslichtnutzung konzipierte Fassade wird durch eine Beleuchtung mit Präsenz – und Helligkeitssensoren ergänzt.

Ere

Europaconcorsi cura il servizio di informazione sui bandi di progettazione e la realizzazione del servizio albo-on-line delle seguenti associazioni professionali:

Ordine Architetti: Agrigento, Alessandria, Ancona, Aosta, Arezzo, Ascoli Piceno, Asti, Avellino, Bari, Belluno, Benevento, Bergamo, Biella, Bologna, Bolzano, Brescia, Brindisi, Caserta, Catania, Catanzaro, Como, Cremona, Cuneo, Fermo, Ferrara, Foggia, Forlì - Cesena, Genova, Gorizia, Grosseto, Imperia, La Spezia, Lecce, Lecco, Livorno, Lodi, Macerata, Mantova, Massa Carrara, Matera, Messina, Milano, Monza, Napoli, Novara, Nuoro, Oristano, Palermo, Pavia, Perugia, Pescara, Piacenza, Pisa, Pistoia, Pordenone, Potenza, Ragusa, Reggio Calabria, Reggio Emilia, Rimini, Salerno, Sassari, Siena, Siracusa, Sondrio, Taranto, Teramo, Terni, Torino, Trapani, Trento, Treviso, Trieste, Udine, Varese, Venezia, Vercelli, Verona, Vibo Valentia, Vicenza

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Collegio Ingegneri della Toscana, Collegio dei Periti Industriali di Grosseto, Federazione agronomi e forestali della Lombardia, Dipartimento S.S.A.R. Università "G. D'Annunzio", Collegio Geometri Reggio Calabria, Consiglio Nazionale dei Geologi, InArSind Sindacato Nazionale Ingegneri e Architetti, Ordine Ingegneri e Architetti di San Marino, Collegio dei Periti Industriali di Siena, Associazione Laureati Iuav