© Schneider + Schumacher . Pubblicata il 26 Novembre 2010.
In bester Nachbarschaft
© Schneider + Schumacher . Pubblicata il 26 Novembre 2010.
Beitrag zum städtebaulichen Realisierungswettbewerb Fachhochschule Gießen Friedberg von schneider+schumacher StädteBauProjekte
© Schneider + Schumacher . Pubblicata il 26 Novembre 2010.
Außerordentlich positiv für Gießen ist die Entscheidung der Fachhochschule, in der Innenstadt zu bleiben und damit weiter eine Rolle im Stadtbild und in der Stadtgesellschaft zu spielen. Die Kernstadt wird gestärkt, die damit verbundene Nutzungsmischung wird ausgebaut und das Verkehrsaufkommen insgesamt minimiert. „In bester Nachbarschaft“ steht dabei einerseits für die Nachbarschaft und Integration der Fachhochschule in die umliegenden Viertel und andererseits für die Nachbarschaft und Ablesbarkeit der einzelnen Fachbereiche und Labore untereinander. Die vielfältige und von privaten Gärten aufgelockerte Stadtstruktur aus Wohnhäusern, Institutsgebäuden, dem neuen Rathaus, der Kongresshalle, einem Parkhaus und dem zukünftigen Multiplexkino wird konsequent weiterentwickelt. Dabei wird im Übergangsbereich zwischen Kernstadt und Landschaft ein Fachhochschule verbundene Identität erzeugt. Die einzelnen Fachbereiche und Institute sind in „Häusern“ untergebracht, die in loser Verbindung zueinander stehen. Die drei – bis viergeschossigen neuen Institutsgebäude nehmen den Maßstab der umgebenden Bebauung auf, nur Mensa, Bibliothek und Hörsaalzentrum sind entsprechend ihrer Bedeutung etwas größer. Die strukturelle Ähnlichkeit der neuen Bebauung mit der Nachbarschaft integriert die Fachhochschule ins Umfeld und erleichtert die Erweiterung der Campusbereiche bei Umbauten wie Neubauten auf den vorgehaltenen Freiflächen. Als Herzstück der FH versammelt der Campus Wiesenstraße die zentralen Einrichtungen Mensa, Bibliothek und Hörsaalgebäude an dem an der Wieseck liegenden Platz. Die Campusbereiche Gutfleischstraße, Wiesenstraße, Ost – und Südanlage werden durch die vorhandenen Straßen und Wege verbunden, die in ihren Qualitäten gestärkt und verbessert werden. Die wichtigsten Verbindungen sind dabei die Wieseck und die Ringallee, die sich durch einen durchlaufenden Baumbestand und ungestörte, angenehme Wegeführung auszeichnen. Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes kann in vier Bauabschnitten bei minimaler Beeinträchtigung des FH – Betriebes realisiert werden.
© Schneider + Schumacher . Pubblicata il 26 Novembre 2010.
Aufgrund der Mittelpunktfunktion der Stadt Gießen und den hohen Studentenzahlen hat der Autoverkehr eine besondere Bedeutung. Die Hochschule ist trotz ihrer Innenstadtlage sehr gut erreichbar. Der Parkplatzbedarf wird durch Erweiterung der vorhandenen Parkhäuser an der Ringallee und Am Alten Gaswerk gedeckt. Insgesamt werden gegenüber dem Bestand etwa 1200 Fahrradabstellplätze und 250 zusätzliche Kfz-Stellplätze hergestellt. Fußgänger und Fahrradfahrer können sich im öffentlichen Raum der Campusbereiche und des Wieseck-Weges ungefährdet bewegen. Von der bestehenden, neu geordneten Bushaltestelle in der Eichgartenallee sind die zentralen Einrichtungen der Hochschule auf kurzem Weg zu erreichen. Auf dem einheitlich gepflasterten „Campusboden“ sind vielfältige Wege möglich zwischen den einzelnen „Häusern“ im Quartier sowie darüber hinaus kurze Verbindung zwischen Innenstadt/Botanischem Garten und Wieseck-Aue. Teppichartig gestaltete „Gärten“ laden zum Studieren im Freien und ruhigen Verweilen ein. Alle Campusbereiche entwickeln sich nach ihren unterschiedlichen, speziellen Anforderungen und werden dabei durch eine gemeinsame Gestaltung und Materialsprache zusammengefasst.
© Schneider + Schumacher . Pubblicata il 26 Novembre 2010.
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