© HGMB Architekten . Published on January 31, 2011.
Das städtebauliche Konzept für den Bonner Stadtteil Neu-Tannenbusch basiert auf folgenden Leitgedanken: Stadtraum herstellen, Freiraumqualitäten erlebbar machen, Eine attraktive Mitte für Tannenbusch schaffen, Unterschiedliche Teilbereiche räumlich vernetzen Das Zentrum des Stadtteils wird von den Köpfen der neuen Gebäude markiert, die gestalterische Höhepunkte setzen. Sie kommunizieren durch gegenseitige Sichtbeziehungen miteinander und lassen einen städtebaulichen Zusammenhang zwischen den Studentenwohnanlagen sowie dem aufgewerteten Stadtteilzentrum entstehen.
© HGMB Architekten . Published on January 31, 2011.
Das Konzept sieht die bauliche Neuordnung der Studentenwohnanlagen TaBu I und II vor. Es sollen bisher fehlende Raumkanten entstehen und dadurch eine klare Differenzierung zwischen privatem und öffentlichem Raum geschaffen werden. Für das Tannenbusch-Center als zentraler Einzelhandels- und Gastronomiestandort wird ein neuer Eingangsbereich entwickelt, wozu vor allem die Neuorganisation der Stadtteilbibliothek beiträgt. Östlich der Gleise wird ein dreigliedriger Komplex errichtet, der aus altengerechtem Wohnen und ergänzenden Nutzungen des Stadtteilzentrums im südlichen Kopf besteht. Zwischen den beiden baulichen Elementen spannt sich der neu gestaltete Quartiersplatz auf, der sich u. a. durch eine straßenraumübergreifende Pflasterung und einen offener gestalteten Zugang zur Stadtbahnhaltestelle auszeichnet.
© HGMB Architekten . Published on January 31, 2011.
Der Parkplatzbereich nördlich des Einkaufszentrums wird neu organisiert. Durch die Errichtung eines Parkdecks entsteht neuer Raum an der Straßenseite, der für Sport- und Freizeitanlagen, wie ein Basketballfeld und einen Skateplatz genutzt werden kann. Diese ergänzen die angrenzenden Einrichtungen von Schul- und Jugendzentrum und schaffen im zentralen Bereich des Stadtteils Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche aus den unterschiedlichen Quartieren. Durch die Besucher des Einkaufszentrums entsteht ein gewisses Maß “sozialer Kontrolle”. Zur besseren Anbindung des neuen Freizeitraums sowie zur Schaffung eines nördlichen Zugangs zur Stadtbahnhaltestelle wird eine neue Fußgängerbrücke errichtet.
© HGMB Architekten . Published on January 31, 2011.
Die Fußgängerbrücke über die Agnetendorfer Straße am Jugendzentrum wird zur stärkeren Belebung des öffentlichen Raums und vor dem Hintergrund der geringen Verkehrsbelastung zurückgebaut. Stattdessen entsteht ein attraktiv gestalteter und sicherer Fußgängerüberweg. Zum Eingang des Einkaufszentrums wird ein großzügiger Treppenaufgang mit integrierten Sitzstufen geschaffen.
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Freiraumkonzept. Farbige Wege durchziehen den Stadtteil und werten den öffentlichen Raum auf. Sie vernetzen die Freiräume sowie die unterschiedlichen Quartiere miteinander. Markiert werden die linear, netzartig oder als Rundweg ausgeprägten Verbindungen z. B. durch eine farbige Linie auf dem Gehweg oder farbige Ringe an den Straßenleuchten. Das “Grüne_Netz” als Jogging- und Fahrradwegenetz verbindet die neuen Sportmöglichkeiten im Stadtteilzentrum mit dem Grünzug-Nord. Die bisher durch die Autobahn stark voneinander getrennten Ortsteile Buschdorf und Tannenbusch werden durch “Stadtteil_Verknüpfung” miteinander vernetzt. Der “Tannenbusch_Rundweg” bindet Alt- und Neu-Tannenbusch zusammen und kann auf Info-Stelen die Entwicklung des Stadtteils darstellen. Mit dem “Rheinuferbahn_Weg” wird eine langfristige Aufgabe der mindergenutzten Güterverkehrsstrecke “Hersel – Bonn-Bendenfeld” In Betracht gezogen, wodurch diese zu einer attraktiven Fahrrad- und Inlinerstrecke umgewandelt werden könnte. Die unterschiedlichen Nutzungsangebote der farbigen Wege schaffen Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Stadtteil und animieren die Bewohner zur aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben. Durch die Anbindung von TaBu I und II wird auch für die Studenten ein Anreiz geschaffen Ihre Freizeit im Quartier zu verbringen und so eine Vorbildfunktion für die Jugendlichen des Stadtteils einzunehmen.
© HGMB Architekten . Published on January 31, 2011.