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Wien, Austria

Bildungscampus Hauptbahnhof Wien

Dornröschen

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Städtebau. Die städtebauliche Situation des Stadtentwicklungsgebietes Hauptbahnhof Wien mit den raumbildenden Blockrändern bildet die Ausgangslage für den städtebaulichen Entwurf, bestehend aus einer begrünten Randschicht und einer kreuzförmig darin angeordneten Gebäudestruktur. Eine semitransparente Gitterschicht mit eingepflanzten Bäumen und Sträuchern folgt dem festgelegten Strassenverlauf und verankert die Anlage im Stadtgrundriss. Der Innenraum wird von einem kreuzförmigen Gebäude besetzt, welches von der Strasse abgerückt vier geschützte Hofräume bildet. Das gesamte Baufeld wird von einer einheitlichen, eigenständigen Gebäudestruktur belegt, die sich elegant in den Masterplan einordnet und mit ihren Höfen gleichzeitig geschützte Aussenräume für die Schule schafft. Der dreigeschossige Neubau unterscheidet sich klar von den fünfgeschossigen Nachbargebäuden.

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Architektur. Die Blockrandfassade wird gebildet aus einer raumhaltigen Gitterschicht mit eingepflanzten Bäumen. Die Bäume und Sträucher werden so geschnitten, dass im Sommer eine dichte Grünfassade entsteht. Stahlkonstruktion und Baumstämme bilden im Winter ein unregelmässiges Gitter, welches den Schulraum ebenfalls vom Strassenraum trennt. Der Raumabschluss umfasst das innen liegende, kreuzförmige Schulhaus. Der dreigeschossige Neubau steht mit seinen klaren architektonischen Ausdruck in spannungsvollem Kontrast zur äussern Baumschicht. Die kreuzförmige Anlage bildet das Raumprogramm direkt ab. Die unterschiedlich Gebäudeflügel sind versetzt zueinander angeordnet. Es entstehen spannungsvolle Erschliessungs- und Aufenthaltsräume. Die grossen Gebäudetiefen werden über Innenhöfe oder Oberlichter (Turnhallen) belichtet. Die Konstruktion des Gebäudes zeichnet sich in den horizontalen Deckenstirnen und den vertikalen Lamellen direkt ab.

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Konstruktion, Materialien. Die einfache Konstruktion besteht aus Stahlbetondecken, Stützen und Kernen. Die Konstruktion ist dank den wenigen Tragelementen sehr flexibel, die innere Einteilung ist nicht tragend und später leicht veränderbar. Die gut gedämmt Konstruktion ist abwechslungsweise verglast oder mit Paneelen gedämmt. Alle Fassaden sind mit aussen liegenden Sonnenschutzlamellen versehen. Die polierten Metallamellen sind je nach Ausrichtung und Himmelsrichtung unterschiedlich tief ausgelegt. Sie schützen vor Einsicht und richten den Blick auf die grünen Höfe und die dahinter liegende Baumwand.

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Organisation. Das Gebäude ist dreigeschossig konzipiert, die beiden Obergeschosse sind auch ohne Lift bequem und schnell zu erreichen. Die verschiedenen Nutzungen der Anlage sind auf die vier Gebäudeflügel verteilt (Kindergarten, Volksschule, Hauptschule, Sporthalle). Die gemeinsamen Bereiche (Speisesaal, Bibliothek, Mehrzwecksaal und Verwaltung) sind im obersten Geschoss des Nordwestflügels untergebracht. Das Herz der Schule bilden die Mittelzonen. Sie sind auf den Obergeschossen als gedeckte, klimatisch offene Loggien gestaltet. Sie dienen als Erschliessungs- und Kommunikationsraum, Pausenbereich sowie gemeinsamen Aktivitäten der Schule. Hier befindet sich die Haupterschliessung der Anlage. Im Erdgeschoss wird diese Mittelzone zu einer Laube, welche alle vier Höfe miteinander verbindet. Die vier Flügel können einzeln oder als Einheit betrieben werden. Über die inneren Treppenverbindungen sind die jeweiligen Cluster auch direkt miteinander verbunden. Insbesondere die Turnhalle kann andere Öffnungszeiten haben und Benutzer aufnehmen. Diese betreten die Sportanlage direkt von der Strasse. Die Unterkellerung beschränkt sich auf die notwendigen Technik- und Lagerräume sowie den Gymnastikraum mit seinen Garderoben im Zentrum der Anlage.

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Marktplatz, Laube, Loggien. Jeder Cluster besitzt auf jedem Geschoss einen Marktplatz. Die dreibündige Anlage der Hauptschule ist um drei, die Volksschule um zwei und der Kindergarten um einen Innenhof herum angelegt. Neben guten Lichtverhältnissen entstehen vielfältige Wegführungen und Sichtbeziehungen. Dazu kommen die schon erwähnten offenen Loggien im Zentrum der Anlage und die grosse gedeckte Laube im Erdgeschoss.

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Campus, Hof, Garten. Der Campus besitzt fünf unterschiedlich genutzte Aussenräume. Neben den vier klar definierten Hofräumen, welche als Bewegungs- und Spielbereiche aber auch als Ruhe- und Lernbereiche genutzt werden. Die Aussenräume sind als Hofgärten gestaltet. Grössere und kleinere Baumgruppen markieren die Ruhe- und Lernbereiche. Die alles umfassende Baumschicht wirkt als Filter, schützt vor Einblicken und bildet einen ruhigen Parkhintergrund.

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Erschliessung, Vorfahrt. Die Anlage ist von allen vier Strassen über die Hof- und Gartenräume direkt erschlossen. Von hier aus führen die Wege zur zentralen gedeckten Laube und von da direkt zu den verschiedenen Cluster. Für die Parkierung ist ein eigener Hof vorgesehen, die Zufahrt erfolgt von der Gellertstrasse. Die Fahrräder sind in die verschiedenen Gebäudeflügel integriert. Fluchtwege. Die Fluchtwege sind so angeordnet, dass eine multifunktionale Belegung der Loggien und der jeweils von zwei Clustern geteilten Marktplätze möglich ist. Alle Fluchtwege führen direkt nach aussen in die Höfe und von da auf die Strasse.

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Lärm, Aussicht. Das Gebäude besitzt keine direkten Öffnungen zu den Strassen. Alle Zimmer sind auf die Innenhöfe und Gärten orientiert. Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit. Die grossen Gebäudevolumen besitzen ein gutes Verhältnis von beheiztem Volumen zur Hüllfläche.

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Leco

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