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Berlin, Germany

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“

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Leitidee. Mit dem neuen Standort für die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zwischen Chausseestraße und Zinnowitzer Straße ist ein wunderbarer zentraler Ort gefunden worden, der durch die versteckte Lage im Blockinnern gleichsam etwas Geheimnisvolles besitzt. Die Bauten in den großflächigen Hinterhöfen der Oranienburger Vorstadt und unweit des ehemaligen Stettiner bzw. Nordbahnhofes sind durch Industriebauten und Gewerbehöfe geprägt und bilden somit einen deutlichen Kontrast zu der kleinteiligen Ausprägung des südlich gelegenen Scheunenviertels.

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Das ehemalige Werkstattgebäude der Opernbetriebe mit seiner zweckmäßigen, pragmatischen Architektur, die lediglich durch vier Treppentürme und Gesimsbänder akzentuiert wird hat eine faszinierende Kraft, die mit dem Um- und Neubau zur Hochschule für Schauspielkunst aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden soll.

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Altbau – Neubau – Umbau. Die charakteristischen Merkmale des Werkstattgebäudes werden in unserem Entwurf erhalten, wobei die vorhandenen Appendixe zugunsten der beiden neuen Studiobühnen II und III entfallen. Die Dachkonstruktion wird abgetragen und durch höhere, bzw. ein neues Geschosse ersetzt. Stahlbetonhohldielen überspannen als Deckenkonstruktion die großen Bewegungsräume wie auch den Verwaltungsbereich im Dachgeschoß.

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Die beiden mittigen Treppentürme erhalten eine laternenartige Überhöhung, ähnlich der Behrensbauten am Alexanderplatz. Zwischen diesen Treppentürmen, in einer Breite von drei Fensterachsen entsteht der Haupteingang der Schauspielschule. Von hier aus gelangen die Lehrenden, Studenten und Besucher auf kurzen und übersichtlichen Wegen in alle Bereiche des Hauses.

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Im Foyer steht eine inszenierte Freitreppe in einem haushohen Luftraum, der durch ein Glasdach natürlich belichtet und belüftet werden kann. Der lichtdurchflutete Treppenraum ist nicht nur funktional das Zentrum für die vertikalen Verbindungen im Haus, sondern dient auch einer übersichtlichen und einfachen Orientierung.

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Die Studiobühnen werden längs zum Werkstattgebäude auf dem westlichen Grundstücksteil angeordnet. Beide „black- boxes“ sind in einem schlanken, durch vertikale Pfeiler gegliederten Baukörper zusammen gefasst. Die Bühnen sind so angeordnet, dass beide Räume miteinander verbunden werden können.

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Die klare kubische Figur des Werkstattgebäudes haben wir im Neubau aufgenommen und ein Haus entworfen, das wie ein Beiboot an das große Mutterschiff andockt.

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Der Gang um die Studiobühnen ist an drei Seiten seitlich verglast, zum Altbau wird der Umgang etwas verbreitert um diese Fläche als Foyer nutzen zu können. Entlang dieser Fuge zwischen Alt- und Neubau sind Oberlichter vorgesehen, die den Übergang spürbar machen und für natürliche Belichtung und Belüftung sorgen.

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Ein wichtiges Merkmal für den Entwurf ist die großzügige Terrassenanlage, die mit Treppen und Rampe dem Besucher zugewandt ist. Dieses etwa 80 cm hoch gelegene Plateau nimmt das vorhandene Erdgeschossniveau des Werkstattgebäudes auf und verbindet den Altbau mit dem Neubau. Assoziationen mit einer Bühne, vor dem Hintergrund der Architektur sind durchaus vorstellbar und gewünscht.

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