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Berlin, Germany

Umweltbundesamt - Herrichtung und Umbau Dienstgebäude Bismarckplatz Berlin

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Leitidee, Gesamtkonzept

Unter der Maxime, die historische Gebäudekontur wieder herzustellen und angemessen zu belegen, wurden sämtliche nachträglich hinzugefügte Bauteile entfernt und alle Büro- und Laborräume im Bestandsgebäude angeordnet. Darüber hinaus wurden die wichtigsten Sondernutzungen, die der Kommunikation, Information und der Öffentlichkeit dienen zentral „sous terrain“ unter den Innenhof gelegt, ohne dessen historische Raumwirkung zu beeinträchtigen. Der Hof und sein Souterrain bilden die neue Identität der Gesamtanlage als Umweltbundesamt. Hier findet diese Nutzung auch ihren zeitgemäßen gestalterischen Ausdruck.

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Es entsteht eine neue Mitte, die sich den Mitarbeitern und der Öffentlichkeit großzügig und transparent in attraktiven und repräsentativen Raumfolgen zeigt. Mensa, Cafeteria, Bibliothek und Vortragssaal sind sternförmig um ein zentrales, taghelles Foyer herum gruppiert. Hier sind alle inneren Wege des Umweltbundesamtes miteinander verknüpft. Das vorhandene Erschließungssystem wird bewusst beibehalten, wobei die neue Mitte bewusst dezentral über die vorhandenen Erschließungskerne zugänglich ist.

Visualisierung-innenraum_-©wulf_partner_large

Die Konturen des Neubaus gehen sensibel und unverkennbar zeitgemäß auf die charakteristische Bauform des historischen Baublocks ein. Dabei geht die neue Mitte einher mit einer neuen Interpretation des Innenhofes, die einerseits dessen historische Raumwirkung und Ringerschließung wiederherstellt, anderseits über die Reliefierung des Terrains klare Hinweise auf die darunter liegende neue Identität des Gebäudes als zukunftsorientierte Institution des Bundes gibt.

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Die Blumenwiese ist als allgemein verständliches positives Sinnbild für eine intakte Umwelt interpretiert und stilisiert. Blumenpflücken erlaubt. Die bewusst collagehafte Wirkung dieses (impressionistischen) Bildes im strengen Kontext der Architektur aus der NS-Zeit bewahrt dieses Bild vor Romantik und Einfältigkeit. Die sanft eingetieften Höfe wirken wie barocke Aha’s und zeigen den Abdruck des unterirdischen Neubaus im Boden des Hofes. Diese Maßnahme ist spielerisch und subversiv zugleich, der Kontrapunkt zum Altbau ist weder ängstlich noch respektlos, sondern soll eine Haltung zeigen, die weit entfernt von jeglicher Banalisierung auf eine vorsichtige Umdeutung der vorhandenen Architektursprache abzielt. Dabei wird der Altbau kompromisslos erhalten und wo nötig rekonstruiert. Ebenso kompromisslos wird er den Anforderungen an einen zeitgemäßen energetischen Standard angepasst, indem er eine zweite (innere) Fassadenschale erhält.

Lageplan_-©wulf_partner_large

Landschaftsarchitektonisches Konzept

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Der ursprüngliche Charakter eines offenen, mit wenigen Kiefern überstellten Hofes wird wieder hergestellt. Neu geprägt wird er durch die markanten Lichthöfe des neuen Souterrains. Gestaltung ist auf wenige Elemente reduziert. Ein breites befestigtes Band mit Naturstein-Kleinsteinpflaster umschließt den Innenhof und die zentrale Grünfläche. Diese wirkt als großflächige Blumenwiese mit Heidecharakter ausgebildet. Die Baumpflanzungen werden nach historischem Vorbild reduziert: Einzelne imposante Kiefern stehen teils in der Belagsfläche und teils in der naturnahen, blütenreichen Wiese. Durch die Grünfläche verbinden untergeordnete Wege aus Schotterrasen die Nebeneingänge und initiieren die gestalterisch bewusst gewollte Trampelpfadbildung durch die Wiesenfläche. Im lichten Schatten unter den Bäumen bieten amorphe Sitzmöbel, die beliebig verstellbar sind, Aufenthaltsmöglichkeit. Die Tiefhöfe sind mit unterschiedlichen Funktionen belegt: zwei mit befestigter Fläche für Aufenthalt und Außenbestuhlung der Kantine – hier wird auch das teils vorhandene Kleinsteinpflaster wiederverwendet. Zwei sind als Regenwasserretention mit offener Wasserfläche geplant. Und die letzten beiden sind mit niedrigen Gräsern und Farnen und schattenverträglichen Stauden bepflanzt und bieten einen Blickfang für die angrenzenden Räume des Souterrains.

Untergeschoss_-©wulf_partner_large

Zu den Nebeneingängen hin wird das Gelände leicht angezogen um eine barrierefreie Erschließung zu ermöglichen. An den großen Freitreppen, über die der Westflügel vom Wirtschafts- und Innenhof erschlossen wird, bieten Rampen behindertengerechten Zugang.

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In den Vorgärten wird der Bestand ausgelichtet – vor allem Strauchaufwuchs wird entfernt um den angrenzenden Räumen bessere Belichtung zu verschaffen und den Blick zu öffnen. Mit dem Gehölzbestand im Wirtschaftshof wird behutsam umgegangen: Die Anordnung der Parkplätze erfolgt unter Berücksichtigung schützenswerter Großbäume.
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Fassadendetail---detailschnitt_-©wulf_partner_large

Ere

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