© Dürig AG . Pubblicata il 27 Aprile 2011.
Städtebau. Der Neubau fügt sich elegant in die komplexe Situation ein und setzt im Bereich der Gloriastrasse mit seiner Auskragung ein gut sichtbares und dynamisches Zeichen für das neue Institut. Die bestehende städtebauliche Situation wird mit dem Sockel, der ausgeprägten Längsausrichtung des Gebäudes, der Schichtung der Volumen und der zurückhaltenden Höhenentwicklung geklärt, vervollständigt und neu interpretiert. Während der Neubau zur Gloriastrasse hin mit einer repräsentativen Geste in Erscheinung tritt fällt die Reaktion auf das nördlich und östlich gelegene bürgerliche Wohnquartier ruhig und zurückhaltend aus. Gegen Norden tritt das Volumen nur eingeschossig in Erscheinung. Gegen Osten gliedern die Vor- und Rücksprünge die Fassade und fügen sich so in den Massstab des Bestandes ein. Das Abrücken der Hauptfassade von der Strassenlinie stärkt die orthogonale Aufreihung der bestehenden Gebäude entlang der Gloriastrasse und ermöglicht einen sorgfältigen Bezug zum historischen Strassenraum. Durch die Ausbildung der Gasse auf der Nordseite des ETZ, die Einbindung des Foyers ETA in die neue Eingangssituation und die Verbindung der Eingänge ETZ und GLC über einen öffentlichen Raum wird die Situation des Bestandes weiter geklärt.
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Höhenentwicklung, Geschosshöhen. Nachbarrechtliche Auflagen beschränken die Höhe des Neubaues. Grössere Teile des Gebäudevolumens müssen unterirdisch angeordnet werden. Die daraus entstehenden Fragestellungen und Antworten (Schichtung, Verschiebungen, Atrien, Lichthöfe) werden entwurfsbestimmend und führen zu einem eigenständigen und unverwechselbaren Neubau, welcher dank präzisen Antworten mit dem Ort verbunden ist. Gleichzeitig entstehen spannende Arbeitsplätze und Kommunikationszonen mit jeweils eigenen, qualitativ hochstehenden Belichtungs- und Aussichtsverhältnissen. Zwischen dem Niveau der bestehenden Terrasse (E) und der Servitutkote 494.85 m.ü.M können drei Laborgeschosse mit einer Open-Space labortauglichen Flexibilität und Geschosshöhe sowie ein Bürogeschoss angeordnet werden. Im Bereich der Büros können dank der gesetzlich erlaubten höheren Bauweise vier Bürogeschosse untergebracht werden. Diese Geschosse sind in der Höhenentwicklung unabhängig von den Laborgeschossen.
© Dürig AG . Pubblicata il 27 Aprile 2011.
Architektur. Das Gebäude schafft ideale Voraussetzungen für einen nachhaltig funktionalen Forschungsbetrieb. Es werden Räume und Infrastrukturen zur Verfügung gestellt welche eine gut funktionierende Labortypologie mit hoher Flexibilität und Modularität zulassen. Gleichzeitig offeriert das Gebäude eine grosse Bandbreite von Räumlichkeiten, welche die Kommunikation und den Austausch der Benutzer fördern und eine hervorragende Arbeitsplatzqualität garantieren. Das Projekt fügt sich elegant in die Situation ein und verschafft der ETHZ einen selbstbewussten und repräsentativen Auftritt. Der Sockel des bestehenden Gebäudekomplexes wird entlang der Gloriastrasse bis zur Haltestelle weitergezogen. Es entsteht eine grosszügige Terrassenebene, welche sich mit dem Bestand verbindet und die Querverbindung zur Physikstrasse sicherstellt. Diese halböffentlichen Aussenräume sind typisch für das Hochschulquartier und fördern die informelle Kommunikation nicht nur unter Studenten sondern gleichfalls auch mit der Öffentlichkeit. Der Laborbau steht, gleich wie das bestehende Gebäude des Departements für Informationstechnologie und Elektrotechnik, auf dem gemeinsamen Sockel. Über den Scherrer-Hörsaal sind Alt- und Neubau miteinander verbunden. Weitere sekundäre Verbindungen befinden sich im UG.
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Fassade. Die Fassade macht die einzelnen Geschosse sichtbar, führt aber mit der feinmassstäblichen vertikalen Gliederung innerhalb der einzelnen Geschosse ein ausgleichendes Gestaltungsthema ein, welches zu einem homogene Fassadenbild führt und die Schichtung des Gebäudes mit den feinen Höhenversätzen betont. Ähnlich wie der Sockel gibt auch die Fassade des Laborbaus eine Antwort auf die Nachbargebäude. Die Aluminium-Glasfassade mit seinen feinen, repetitiven Details und dem Spiel der unterschiedlichen Tiefen und Transparenzen verleiht dem Gebäude einen technischen und repräsentativen Ausdruck. Die schmalen, kastenförmigen Fassadenelemente sind mit Glas und einer festen Blende gefüllt. Der Sonnenschutz im Bereich der öffenbaren Fenster wird mit einem vertikal drehbaren Element bewerkstelligt. Im geschlossen Zustand wirkt die Fassade sehr homogen, offen zeichnen sich die tiefen Fensterleibungen ab und ergeben einen lebhaften Fassadenrhythmus. Ein sehr grosser Anteil der Aussenhülle grenzt an das Erdreich und ist optimal isoliert. Die übrigen Fassaden können mit einer grosszügigen Verglasung versehen werden. Die plastisch ausgebildete Sockelfassade transportiert die öffentliche Funktion des Gebäudes zur Strasse hin. Sie führt den Besucher zu den grosszügig gestalteten Eingängen, welche alle Bereiche der Anlage ETZ/GLC erschliessen. Die Fassade des Sockels wird in Ortbeton ausgeführt und weist neben den grossen Eingängen vereinzelte Lochfenster auf.
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Organisation. Entsprechend dem Raumprogramm und den Einflüssen des Ortes ist das Gebäude in lineare Schichten (Büroschichten, Erschliessungszonen, Vertikalerschliessung mit Lichthöfen, Laborschicht, Atriumsschicht mit Arbeitsplätzen und Kommunikationszonen) aufgebaut. Das Sockelgeschoss und das Terrassengeschoss sind räumlich gut miteinander verbunden und nehmen die öffentlichen Bereiche des Gebäudes auf: Im Sockel sind die Seminarräume untergebracht, auf dem Terrassenniveau liegt das Foyer und die Cafeteria mit den Arbeitsplätzen für Studenten. Die Obergeschosse und die linearen Raumschichten gegen den Hang stehen für die privaten Arbeitsnutzungen zur Verfügung. In den Obergeschossen sind die Büros und Zonen für Studenten und Sitzungen angeordnet. In der anschliessenden Raumschicht zum Hang hin sind die Laborräume auf vier Geschossen mit den entsprechenden Technikräumen und ein Geschoss mit Büronutzung untergebracht. Die Büroräume liegen zur Stadt und entlang der Gasse oder im Dachgeschoss. Die Laborräume liegen auf der Hangseite und sind über die Fassade, das bergseitige Atrium oder die Höfe von oben belichtet. Innerhalb der einzelnen Raumschichten sind eine hohe Flexibilität in der Raumeinteilung und Erschliessung, kurze Wege, vielfältige Kommunikationsbereiche und unterschiedliche Arbeitsplatzqualitäten (Büro, Labor, Atrium, Foyer) möglich. Drei Laborgeschosse treffen in der Höhe auf vier Bürogeschosse. Der Übergangsbereich zwischen den verschiedenen Ebenen ist mit einer grosszügige Treppenanlage und verschiedenen Lichthöfen gelöst. Dieser Ort im horizontalen und vertikalen Zentrum des Gebäudes dient der Erschliessung, dem informellen Austausch und dem Aufenthalt. Hier werden alle Geschosse vertikal und horizontal miteinander verbunden. Fünf vertikale Verbindungszonen und mehrere Lichthöfe stellen die räumliche Verbindung über die Geschosse sicher.
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