Projects
Frontcovers
Top Favorites
Latest
Competitions
Albums
Details
Newsletters
Pfrunger Ried, Germany

Observation platforms in Pfrunger Ried

Plattform-0_large

Standort
Die kleinen Bauten stehen im Pfrunger-Burgweiler Ried, ca. 25 kmnördlich des Bodensees. Einer Naturlandschaft im Wandel. ImRahmen eines Naturschutzgroßprojekts soll der besondere

Plattform-8_large

Lebensraum
Moor geschützt und zu neuem Moorwachstum angeregt werden. Große Teile des Moores werden derzeit wiedervernässt.
Der Lebensraum Moor und seine weitere Entwicklung sollen im Rahmen eines Wegekonzepts für Besucher erlebbar werden. Die Bauten sind als Aussichts- und Rastpunkte Teil dieses Konzepts.

Plattform-9_large

Lastenheft
Die Aussichtsplattformen sollen einer größeren Gruppe Raum bieten. Unabhängig von Körpergröße und Standpunkt im Gebäude soll der Ausblick für jeden Besucher so gut wie möglich sein. Dies gilt vor allem für Kinder.

Plattform-11_large

Störungen des Umfeldes durch die Besucher sollten wiederum so gering wie möglich gehalten werden. Bereits das Betreten und Besteigen der Aussichtsplattform sollte in Deckung erfolgen. Material und Konstruktion müssen sich in den Naturraum einfügen.

Plattform-12_large

Der Besuchersteg dient als Rastplatz am Wasser. Etwa 20 Personen sollen hier gleichzeitig verweilen, Vorträge halten und sich austauschen können.

Plattform-14_large

Idee
Die offene Blockhauskonstruktion entdeckten wir in einem Bildband über historischen Farmen in den USA und später beiWanderungen in Graubünden.

Plattform-15_large

Konstruktion
Obwohl unsere konstruktiven Vorbilder zum Teil mehrere hundert Jahre alt waren, musste die Idee der offenen Blockbauweise den Anforderungen des modernen konstruktiven Holzschutzes und dem feuchten Klima des Moores angepasst und kapillar wasserziehende Fugen im Auflagerbereich vermieden werden.

Plattform-16_large

Dies erreichten wir durch die Verwendung von besonders vergüteten Doppelgewindeschrauben, die die Fugen zwischen den einzelnen Holzlagen planmäßig auf 5mm Abstand halten. Die Schraubewird an dieser Stelle tragend.

Plattform-17_large

In die Anordnung der Schrauben wurde seitens der Statik viel Entwicklungsarbeit investiert, da es für dieses Konstruktionsprinzip keine uns bekannten Vorbilder gibt.

Plattform-18_large

Es war unser Ziel, die ganze Konstruktion nur aus horizontal geschichteten Hölzern zu errichten. Die Höhe der Lagen bemisst sich imunteren Teil nach demSteigungsmaß der Treppe, deren Tritte in die Konstruktion mit „aufgestapelt“ werden. Im oberen Teil sollte die Höhe der Hölzer einen möglichst freien Ausblick ermöglichen. Allerdings erlaubt das Baurecht maximal 12cm, um das Durchkriechen von Kindern zu verhindern.

Plattform-20_large

Am Bau zeigte sich, dass die Steifigkeit der Konstruktion zur Aufnahme der horizontalen Kräfte nicht ganz befriedigend war. Die Konstruktion lies zu viel Bewegung in dieser Richtung zu. Der von uns gewählte Grundriss mit sehr spitzen Ecken im Eingangsbereich war hierfür verantwortlich. Da Änderungen am Grundriss zu diesemZeitpunkt nicht mehr möglich waren, mussten zusätzlicher Aussteifungen eingebaut werden.

Spbr_6_large

Als Konstruktionsholz wurde Lärche gewählt. Gegründet wird jede Aussichtsplattform auf sechs Eichenpfählen.

Spbr_2_large

Die Konstruktion des Steges erfolgte nach demselben Prinzip. Die Grundform aller Bauten ist ein Trapez.

Spbr_3_large

Die Formöffnet sich in die jeweilige Hauptblickrichtung.

Spbr_1_large

Fazit
Allen Planungsbeteiligten war der experimtelle Ansatz in Bezug auf die Konstruktion wie auch in Bezug auf die Erfüllung der Funktion bewusst. Die Wahrnehmung der Landschaft aus diesem Innenraumheraus hat unsere Erwartung allerdings übertroffen. Für die speziellen Anforderungen der Vogelbeobachtung mit Spektiv erarbeiten wir gerade eine Lösung, die Optik der Bauten nicht verändert. Auch dies ist ein weiterer Schritt im Rahmen unseres „kleinen“ Experimentes.

Spbr_4_large

9