© Atelier Lüps . Pubblicata il 21 Luglio 2011.
Im Süden und Westen ist das Gebäude von Wiesen und Wasserflächen umgeben. Der Andechser Höhenzug und die Alpenkette bilden den Horizont. Auf den nördlich benachbarten Flächen befinden sich Gewerbe- und Wohnbauten. Die Außenwände wachsen gleichsam aus der Asphaltfläche des Baugrundstücks, ein ehemaliger Parkplatz. Dies suggeriert die konkave Ausbildung des Sockels in gleicher Textur wie die umgebenden Straßenflächen. Es entsteht so ein Übergang zwischen Parkplatzbelag und weiß geputzter Wand. Ganz nebenbei werden die Gebäudeproportionen entscheidend verändert. Der Materialwechsel zwischen Sockel und aufgehendem Mauerwerk findet sich im Inneren wieder.
© Atelier Lüps . Pubblicata il 21 Luglio 2011.
Aus der ganzheitlichen Betrachtung der Grundstücksqualitäten entwickelte sich die Gebäudekonzeption in Form eines nach Süden zu Gänze verglasten Kubus. Sämtliche Innenräume profitieren paritätisch von Licht und Aussicht. Die inneren Raumerlebnisse entstehen durch unterschiedliche Volumina mit plastisch geformten Vor- und Rücksprüngen, vertikalen und horizontalen Durchblicken von Außenwand zu Außenwand und stark variierenden Raumhöhen. Die Atmosphäre des Raumkontinuums wird geprägt durch die Materialität und die klare Tageslichtführung aus der Südfassade. Das warme Rot des unverputzten Dämmziegelmauerwerks der Außenwände und der spröd verarbeitete Beton der Innenwände und -decken zeugen vom frischen Eindruck eines Rohbaus. Kein Material überlagert ein anderes. Die schlichte Stahltreppe ergänzt den Eindruck einer Werkstatt oder – französisch – eines Ateliers. Das Dachterrassengeschoß beherbergt eine Wohnung mit externer Erschließungstreppe und ultimativer Fernsicht. Es ist ein besonderer Ort für kreatives Arbeiten entstanden: kontemplativ, zweckmäßig, direkt.
© Atelier Lüps . Pubblicata il 21 Luglio 2011.
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