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Salorno (BZ), Italia

Casa di riposo con 50 posti letto a Salorno

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Das neue Altersheim ist ein kompaktes Volumen bestehend aus einem dreigeschossigen Baukörper und einem halb unterirdischen Sockelgeschoss, welches das leicht abfallende Gelände des Areals ablesbar macht und von unten die höhere Lage des Dorfkerns auf dem Schuttkegel des Titschenbaches unterzeichnet. Der Neubau wird nicht als ein „autistisches Solitär-Gebäude“, sondern als Teil der kompakten städtebaulichen Morphologie Salurns verstanden und übernimmt aus deren „Grammatik“ einige gestalterischen Konstanten: die Eigenständigkeit der einzelnen Häuser und Ansitze der Kleinstadt, die zusammen trotzdem ein einheitliches Gesamtbild schaffen; die Porosität des Dorfgefüges dank seiner miteinander verbundenen Höfe, Durchgänge und Torbögen; die verputzten Mauerflächen; die Betonung der Fensteröffnungen durch breite Umrahmungen und die bewegte Dachlandschaft. Das Seniorenheim ist metaphorisch betrachtet wie ein durchlässiger Schwamm, der einen ständigen Austausch zwischen Heim- und Dorfleben ermöglicht, ein perforiertes Objekt, das man durchwandern kann. Ausgehend von dem quadratischen Sockelgeschoss löst sich das Volumen in den drei oberen Geschossen durch das Abknicken der Seiten des Viereckes und die mehrfache Faltung des Daches in einzelne „Häuser“ auf. Tiefe Einschnitte betonen die Spaltung der Baumasse, die zum Einfügen in das Dorfbild eines sonst für Salurn massstabsprengenden Neubaus verhelfen. Die dreigeschossige Anordnung der Pflegeeinheiten ermöglicht, dass eine großzügige Freifläche im Süden erhalten bleibt. Zwischen dem alten und dem neuen Seniorenheim entsteht, anstatt einer engen Restfläche, ein attraktiver Freiraum, der als Garten gestaltet wird und allen Dorfbewohnern zur Verfügung steht. Salurn wird somit um einen neuen Begegnungsort reicher, der das Einbinden des Altersheimes im Dorfleben sichert. Um das Abschotten des Altersheims gegenüber der Außenwelt durch ein introvertiertes Gebäude zu vermeiden, wird eine Abfolge von Freiräumen gestaltet, die vom öffentlichen Garten ausgehend ins Innere des Heims führt: Von einer trichterförmigen Eingangsloggia erreicht man erst das öffentliche Foyer des Seniorenheims, welches unmittelbar an einem zentralen Innenhof grenzt, von dem aus man auf eine breite Terrasse gelangt, die, hoch über dem Tal, den Blick zur weiten Unteretsch Landschaft frei lässt. Der Innenhof bindet die drei Wohngeschosse zusammen und wird zur räumlichen und emotionalen Mitte des Seniorenheims. Das Foyer, die Cafeteria, der Mehrzwecksaal im Erdgeschoss sowie die Ess- und Aufenthaltsräumen der Pflegebereiche sind zum Innenhof hin gerichtet. Auf den zwei oberen Geschossen, wo die zwei weiteren Pflegebereiche untergebracht sind, bilden die Gänge ein viereckiges Erschließungs-System, das sich um den Innenhof abwickelt und die Schlafräume von den gemeinsamen Aufenthalts- und Nebenräumen trennt. Die einzelnen Seiten des Gang-Vierecks werden nach außen verlängert, um den Korridoren immer einen Blick ins Freien zu gewähren und einen klaren Bezug zu der umliegenden Dorflandschaft zu schaffen. Das innere Wegenetz ist ein vielfältiges und abwechslungsreiches Raum-Kontinuum; die Gänge breiten sich allmählich nach außen aus, sie bilden Raumnischen und Terrassen die unterschiedlichen Intimitäten entlang des Erschließung-Systems ermöglichen: die Miniatur eines Dorfes oder besser ein Dorfersatz für Menschen mit beschränkter Beweglichkeit, mit eigenen Plätzen, Gassen, Brücken, Übergängen, der den Gästen gleichzeitig Kommunikations- und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Alle Wohn- und Schlafräume öffnen sich nach außen und schützen somit die Privatsphäre der Gäste. Größe Fensteröffnungen mit tiefen Fensterbänken aus Holz wandeln das Zimmer im Sommer in eine offene Loggia, außen liegende Sonnenschutz Markisen sind in den breiten Fensterrahmen integriert. Die Anordnung der Pflegebereiche auf drei Geschosse ermöglicht nicht nur eine sparsame Nutzung des Geländes und eine konsequente größere Gartenfläche, sondern auch effiziente Arbeitsabläufe. Die vertikale Erschließung für Besucher und Pflegepersonal könnte getrennt werden. Der Lastenaufzug, der alle drei Pflegestützpunkte direkt mit den im Sockelgeschoss sich befindenden Wäscherei, Werkstatt, Lagerräume und Küche verbindet, kann, dank der kompakten Gebäude, von allen Bereiche ohne lange Umwege erreicht werden. Die Autoeinstellhalle bietet Platz für 29 PKWs, sie wird in Zukunft direkt von der neuen im Bauleitplan vorgesehenen Straße erschlossen, temporär, bis zum Bau der Straße, wird die Zufahrt über dem Altersheimareal westlich des Neubaus erfolgen.

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