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© L3P Architekten . Pubblicata il 19 Aprile 2007.
Das Projekt liegt in Wettingen im Kanton Aargau.
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Wettingen wird oft als Gartenstadt oder als Stadt auf dem Lande bezeichnet. Die Ortschaft liegt sehr idyllisch zwischen Lägern und Limmat. Markanter westlicher Grenzpunkt ist das Restaurant Schloss Schartenfels. Im Süden trennen Limmat und Autobahnanschluss von der Gemeinde Neuenhof und der Stadt Baden. Besonders geprägt wird Wettingen durch den ausgedehnten Rebberg am Lägernhang.
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Wettingen ist mit beinahe 19000 Einwohnern die grösste Gemeinde im Kanton Aargau.
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Wettingen hat sehr günstige Verkehrsverbindungen. Die Gemeinde ist einerseits mit zwei S Bahn-Linien in Richtung Zürich optimal erschlossen und zwei Autobahnanschlüsse der A1 gewährleisten dem Individualverkehr schnelle Verbindungen in Richtung Bern und Ostschweiz.
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Das Bauprojekt liegt im Perimeter eines Gestaltungsplanes im Quartier Schöpflihuse. Dieses Quartier weist mit seiner baulichen Struktur, der Gliederung der Bauten sowie der Gestaltung der Aussenräume, insbesondere mit seinen Vorgärten und Strassenräumen, eine hohe Wohn- und Siedlungsqualität auf. Ziel des Gestaltungsplanes war die innere Verdichtung unter Erhaltung des typischen Quartiercharakters.
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Projektidee:
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Die Bauherrschaft beauftragte die Architekten mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Möglichkeiten in Bezug auf Vergrösserung der Wohnfläche.
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Zur Diskussion stand die Variante Abbruch der ca. 60-jährigen Liegenschaft mit der Planung eines kompletten Neubaues oder der Erhalt der Liegenschaft mit einem entsprechenden Erweiterungsbau.
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Aus dem Entwurfsprozess wurde den Architekten sehr bald klar, dass das Hauptgebäudes auch im Hinblick auf den bestehenden Gestaltungsplan und bezüglich der Baukosten erhalten bleiben muss. Die Bausubstanz war keinesfalls schlecht, die best. Aufteilung mit kleinen und tiefen Räumen durch tragende Wände machte klar, dass die räumlichen Eingriffe so klein wie möglich gehalten werden mussten. Der grosszügige Umschwung erlaubte zudem einen Anbau und die gewünschte Vergrösserung der Wohnfläche.
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Aus architektonischer Sicht sollte die Gebäudeerweiterung mit ihrer Form und Materialisierung deutlich als Ergänzung bezw. Anbau zum Hauptgebäude erkennbar sein. Damit konnte die Tradition der angebauten Schöpfli in zeitgemässer Form weiter geführt werden. Damit und durch die Eingeschossigkeit ensteht keine Konkurrenzierung des best. Hauses sondern ein spannender Gegensatz und ein Ensemble, bei welchem alt und neu klar erkennbar bleiben, sich aber trotzdem als Einheit präsentieren.
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Grundrissdisposition:
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Das best. EFH ist auf drei Geschossen organisiert. Im Untergeschoss sind die Kellerräumlichkeiten, die Ölheizung und die Waschküche. Im Erd- und Obergeschoss waren die Wohn- und Schlafzimmer angeordnet.
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Eine der Projektideen war die Trennung zwischen Wohn- und Ruhezone. Neu sind im best. EFH im EG und OG je zwei Schlafzimmer untergebracht, aus der Küche wurde neu die Ankleide. Das best. Dusche/WC im EG, 5 Jahre zuvor umgebaut, konnte beibehalten werden.
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Im Obergeschoss wurde in einer kleinen Kammer ein neues Bad für die Kinder eingebaut, bei den beiden best. Kinderzimmern war nach dem Schleiffen des alten Riemenbodens nur eine Pinselrenovation nötig.
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Im Anbau untergebracht sind die Küche und der Wohn-/Essbereich. Die Gesamtfläche von über 60m2 und die Raumhöhe von 2,95m bieten einen weiteren Gegensatz zur Kleinmassstäblichkeit des best. Einfamilienhauses.
In Zusammenarbeit mit dem Ortsplaner konnte die Gemeinde überzeugt werden, dass das geplante extensiv begrünte Flachdach für den Anbau richtig ist. Dies, obwohl nach Gestaltungsplan Wohnbauten mit Satteldach auszurüsten wären. Mit dem Flachdach wird das best. Gebäude zusätzlich als Hauptgebäude erkennbar und in seiner Grösse nicht konkurrenziert.
Eine weitere Besonderheit der Parzelle war ihre Lage übereck an zwei Quartierstrassen. Dieser Umstand sowie der grosse Umschwung ermöglichte die gewählte L-Form mit dem innenliegenden Hof gegen das best. EFH. Gegen aussen vor neugierigen Blicken geschützt, hat es nur sehr wenige Öffnungen gegen die Strassen. Die eine als schmales Lichtband bei der Küche, bei welchem jede zweite Holzlatte ausgepart wird. Die andere beim Esstisch mit einer grosszügigen Festverglasung mit 3,00×3,00 m, welche die Morgensonne in den Anbau strömen lässt und bei Bedarf mit einer aussenliegenden Stoffstore abgedeckt werden kann.
Die raumhohen Abschlüsse gegen die gedeckte Terrasse und den Innenhof bestehen vollständig aus Glas und sind mit grosszügigen Hebeschiebetürabschlüssen konzipiert.
Knacknuss war die Gestaltung des neuen Eingangsbereiches. Da die Hausherrin Japanerin ist galt es, dieser Lebensphilosophie Rechnung zu tragen. Der vorgelagerte verglaste Körper dient als Gelenk und Bindeglied zwischen alt und neu und lässt die dahinterliegende ehemalige Aussenwand des best. EFH mit Fenster und Jalousieladen sichtbar bleiben. Bewusst wird der Anbau in der Höhe vom Terrain abgesetzt, eine erste Zone im Windfang macht in Bezug auf die Materialisierung und den weiteren Höhenabsatz klar, wo die Strassenschuhe zu deponieren sind !
In der Materialisierung wurde das best. EFH wenig verändert: Die best. Parkettböden wurden je nach Zustand teilweise geschliffen oder erneuert, die best. Tapeten durch einen feinen Abrieb ersetzt. Die Treppe in unbehandeltem Buchenholz wurde vollständig belassen. Der Anbau besticht durch seine Einfachheit: Weiss gestrichende Weissputzwände und Decken stehen im Kontrast zum dunkelfarbigen geräuchten Eichenparkettboden.
Der Anbau wurde nach ökologischen Grundsätzen geplant. Der Elementbau ist mit 24cm Wärmedämmung eingepackt und mit einer hinterlüfteten horizontalen Lärchenschalung verkleidet. In einer ersten Phase wurde die best. Ölheizung belassen, mittelfristig überlegt sich die Bauherrschaft aber den Einsatz einer umweltfreundlicheren Heizart.
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