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Bad Herrenalbs, Germany

Gartenschau Bad Herrenalb 2017

Flusslinien

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Die Bedeutung und Stärke Bad Herrenalbs als Kultur- und Tourismusstadt ist seit jeher eng verknüpft mit der landschaftlich besonderen Lage im Albtal des Nordschwarzwalds und seinen zahlreichen Bachläufen und Heilquellen. Das prägende Element des Wassers in seinen vielfältigen Erscheinungsformen wird aufgegriffen und als Charakteristika für die Neugestaltung und Neuausrichtung der urbanen und landschaftlichen Freiräume Bad Herrenalbs genutzt. Bad Herrenalb wird, basierend auf diesen bestehenden Qualitäten in eine nachhaltig wirtschaftliche, lebenswerte und attraktive Zukunft geführt. Bad Herrenalb soll als Wohn-, Geschäfts-, Kultur- und Tourismusstandort wieder attraktiv werden. Es werden Impulse für eine zukunftsweisende, tragfähige Entwicklung als Kur- und Tourismusstadt gegeben, die darüber hinaus die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadtmitte nachhaltig steigern. Durch die Gartenschau Bad Herrenalb wird die Innenstadt qualifiziert, die Kurpromenade aufgewertet und der Kurpark mit der Schweizerwiese vernetzt.

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Ziel des Konzeptes ist es, die Freiräume Bad Herrenalbs im Talgrund der Alb so zu qualifizieren, dass die landschaftliche Dimension der städtischen Freiräume wieder erlebbar wird und mit dem umgebenden Landschaftsraum, den bewaldeten Hügeln und Wasser führenden Tälern des Nordschwarzwaldes amalgamisieren. Bad Herrenalb soll mit seinen Frei- und Landschaftsräumen am Talgrund des Albtals, mit den bewaldeten Hügeln und Tälern verschmelzen, so dass sie als urbaner Siedlungskörper in das homogene Landschaftsbild des Nordschwarzwalds eingebunden ist. Dabei werden die Teilbereiche Unteres Albtal/Freibad, Klosterareal, Kurpromenade, Kurpark, Schweizerwiese, Kullenmühle als eigenständige Teilbereiche qualifiziert, die durch das Thema des Wassers miteinander verbunden, über Blickbeziehungen mit der Umgebung vernetzt sind und in einem engen Bezug zu der umgebenden Landschaft stehen. Ziel des Konzeptes ist es ferner die Wasserläufe und –quellen zu nutzen, um den urbanen und landschaftlichen Freiräumen Bad Herrenalbs eine besondere und eigenständige Qualität zu verleihen. Die „Flusslinien“ durchströmen die freiräumlichen und urbanen Bereiche Bad Herrenalbs in unterschiedlichen Qualitäten und Ausformulierungen. Sie zeigen die unterschiedliche Qualitäten des Wassers, besondere Aufenthalts- und Erlebnisräume am und mit dem Wasser und geben Bad Herrenalb ein eigenständiges Gesicht. Sie qualifizieren Bad Herrenalb als Stadt des Wassers und Heilwassers.

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Der alte Gaisbach der Mühlbach im Bereich des Klosters und Rathauses, der neuen Albkanal entlang der Bahnhofstraße und südlich des Bahnhofs, der Gaisbach als „Wildbach im Oberlauf“ im Bereich des Klosters, der Alb als „Wildbach im Mittellauf“ im Kurpark und als mäandrierender „Unterlauf eines Wildbaches“ in der Schweizerwiese bringen Bad Herrenalb mit dem Wasser in Verbindung und die Stadt ans Wasser. Dies wird als eigenständige Qualitäten in den Teilbereichen ablesbar und gibt den Teilbereichen eine eigenständige Charakteristik und Erscheinungsbild. Ferner entspricht der Verlauf den topografischen, und wasserbaulichen Gegebenheiten und Bedingungen. Neben der freiräumlichen Qualität erfolgt eine ökologische und naturräumliche Aufwertung der Fließgewässer, die ein abwechslungsreiches Bild und einen hochwertigen Aufenthalts- und Erlebnisraum erzeugen. Die ökologische Inwertsetzung des Ufers führt zu einer Steigerung der visuellen und gestalterischen Qualität der urbanen Frei- und Erlebnisräume. Daneben bilden Kurpark und Schweizerwiese den natürlichen Retentionsraum der Alb.

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Neben den Fließgewässern bilden die Quellen und Heilquellen den Quell des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Bad Herrenalb. Als Heilklimatischer Kurort und Bad soll sich in den Freiräumen die wichtige Bedeutung des Quellwassers widerspiegeln. Neben dem bestehenden und aufgewerteten Quellenerlebnispfad und neuen Fontänen an den Kreuzungspunkten und in der Schweizerwiese wird die wichtige Bedeutung des Heil- und Quellwassers in der Gestaltung thematisiert, so dass Bad Herrenalb mit seiner Bäderarchitektur aus der Jahrhundertwende des 19. Jh. einen mondänen Kurcharakter versprüht und in die Zukunft transformiert. Dies soll sich ebenso in der Kurpromenade widerspiegeln die in ihrer Gestaltung den Einzelhandel stärkt und attraktiviert. Die Kurpromenade wird zu einem Ort des Flanierens. Die Freiräume in der Kernstadt werden so sinnvoll zu verzahnt und vernetzt und in einen Gesamtzusammenhang gestellt. Unter dem Motto „das Blaue Band der Alb“ wird dieses Thema 2017 im Rahmen der Gartenschau Bad Herrenalb zeitgleich mit der 130 Jahr Feier der Stadtrechte zur Schau gestellt. Das Blaue Band der Alb, bildet die neue Mitte der Stadt und stärkt so auf selbstverständliche Art das Image Bad Herrenalbs.

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