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Sluderno (BZ), Italia

Nuova costruzione scuola materna e sala prove musica Sluderno

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Zielsetzung Neben des in der Ausschreibung geforderten Raumprogramms und der technischen Gebäudequalität wurde der planerische Schwerpunkt auf eine bestmöglichste Integration des Neubaus in das bestehende Gebäudeensemble gelegt. Gleichzeitig wurde versucht, Aufenthaltsräume und Freiflächen in Hinblick auf die natürliche Belichtung und unter Miteinbeziehung der örtlichen Gegebenheiten möglichst optimal auszurichten. Besonderer Wert wurde auch auf die Schaffung eines angenehmen und gesunden Raumklimas sowie die damit verbundene sorgfältige Wahl der Materialien und Oberflächen gelegt.

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Architektonisches Projekt Das Projekt sieht einen zweigeschossigen, kompakten Baukörper im nördlichen Bereich des Planungs-gebietes vor, wobei die Position des bestehenden Kindergartens und der Abstand zum Mehrzweckge-bäude übernommen werden. Durch diese Lage können der Kindergarten und der, vom restlichem Kindergarten räumlich getrennte, sich im Untergeschoss befindende Musikproberaum direkt vom Platz vor der Grundschule und dem Gehweg zur Schulgasse erschlossen werden. Die beiden an den zwei äußeren Ecken des Gebäudes liegenden Eingänge werden im Erdgeschoss durch entsprechende Einschnitte im Bauvolumen gekennzeichnet. Durch das räumliche „Hineinsetzen“ der Zugänge wird die Orientierung am Gebäude vereinfacht, zugleich wird jeweils ein überdachter und wettergeschützter Vorbereich geschaffen. Während der Eingang zum Musikprobelokal an der Ecke zum Vereinshaus liegt und bereits von der Schulgasse aus ersichtlich ist, ist der Eingang des Kindergartens dem vor der Grundschule liegenden Platz zugewandt.

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Durch die einfache und überlegte Formgebung sowie die Fassadengestaltung integriert sich der neue Kindergarten respektvoll und unaufdringlich in das bestehende, architektonisch sehr schöne, Ensemble der Nachbargebäude. Der Baukörper folgt vom Vereinshaus aus der Grenze des Planungsgebietes entlang des Gehweges zwischen Schul– und Kugelgasse und grenzt schließlich an den Pausenhof der Grundschule, wo eine neue und akzentuierte Platzsituation geschaffen wird. Erst auf Höhe der Grundschule springt das kompakte Volumen des Kindergartens auf die Bauflucht des alten Kindergartens zurück und gliedert sich dadurch in zwei leicht unterschiedliche Baukörper. Trotz der Verdichtung des Bauvolumens zum Platz hin kann so ein ausreichender Abstand zum Schulgebäude eingehalten werden. Die Freifläche des Kindergartens wird durch das Gebäude selbst vom Pausenhof der Grundschule und dem öffentlichen Gehweg abgegrenzt. Durch diese Positionierung des Bauvolumens bleibt bei optimaler Erschließung des Gebäudes die nach Südwesten orientierte sonnige Außenfläche des Kindergartens in ihrem jetzigem Ausmaß erhalten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den optischen Bezug zwischen den angrenzenden Gebäuden und auf die unbeeinträchtigte Beibehaltung des Durch- und Ausblickes aus dem Mehrzwecksaal des Vereinshauses in die angrenzenden Freiflächen gelegt. Die im rechten Winkel zur Grundschule stehende Südfassade macht deshalb nach Südwesten zum Vereinshaus hin einen leichten Knick und endet bündig hinter der Glasfassade des Mehrzwecksaales, ohne dessen Ausblick zu beinträchtigen.

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planimetria

Die Gliederung des Gebäudes in zwei leicht unterschiedliche, parallel zum Gehweg liegende Baukörper spiegelt sich auch in der Raumaufteilung wieder. In dem zur öffentlichen Zone gelegenen Baukörper befinden sich, über zwei Geschosse verteilt, die Gemeinschaftsbereiche sowie die Personal- und Nebenräume des Kindergartens. Der dem Freibereich zugewandte Baukörper mit Ausrichtung nach Südwesten beherbergt die intimeren Gruppen-, Bewegungs- und Ruheräume. Pro Geschoss finden jeweils zwei Gruppen mit den dazugehörigen Räumlichkeiten Platz.

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prospetti

Im Erdgeschoss liegt direkt neben dem überdachten Eingangsbereich das Büro und der Umkleidebe-reich für das Personal. Das Büro ist direkt mit dem Eingangsbereich verbunden, Sprechstunden und Publikumsverkehr sind möglich, ohne weiter in den Kindergartens eindringen zu müssen. Der Eingangsbereich führt direkt in den geräumigen Mehrzweckraum, welcher die einzelnen Bereiche des Kindergartens miteinander verbindet. Die dahinter liegenden, den einzelnen Gruppen zugeordneten Umkleiden werden vom Mehrzweckraum durch die frei liegende, ins Obergeschoss führende Treppe getrennt . Über die Umkleiden im Erdgeschoss gelangt man in die Gruppenräume und über einen zentralen Flur direkt auf die an der Südwestfassade gelegenen Terrasse und in den Freibereich des Kindergartens. Die zu den einzelnen Einheiten gehörenden Sanitärräume sind von den Gruppenräumen aus zugänglich, gleiches gilt für die jeweiligen Bewegungs- und Ruheräume. Letztere besitzen zudem einen getrennten Zugang vom Umkleidebereich aus, wodurch eine Mehrfachnutzung ermöglicht wird. Über die Treppe im Mehrzweckraum gelangt man direkt in den im Obergeschoss gelegenen Flur mit den Umkleiden und den restlichen Gruppenräumen. Treppenhaus und Umkleiden werden über Oberlichter natürlich belichtet. Ebenfalls im Obergeschoss befinden sich das Magazin, der Personalbereich und die Küche, welche über einen Speiselift mit dem Eingangsbereich verbunden werden kann oder eine Ausspeisung über den Personenlift und den getrennten Zugang zum Musikprobelokal gewährleisten kann. Die Zulieferung der Küche erfolgt über die Schulgasse.

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prospetti

Das Musikprobelokal befindet sich im Untergeschoss des Gebäudes. Der Eingang erfolgt, wie bereits erwähnt, getrennt vom restlichen Kindergarten über einen eigenen Eingang im Norden des Baukörpers. Die Belüftung der einzelnen Räumlichkeiten erfolgt über die Kellerschächte. Aufenthaltsraum, Büro und Probelokal gruppieren sich zudem um einen kleinen Innenhof, welcher durch den Versprung der beiden Baukörper zueinander entsteht. Dadurch werden sie natürlich belichtet und belüftet und haben ihren ei-genen, intimen Freibereich.

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piano interrato

Die Fassaden des Kindergartens sind durch eine einfache und moderne Formsprache und eine reduzier-te Auswahl an Materialien gekennzeichnet. Der gesamte Baukörper wird in Massivbauweise mit weiß verputzten, monolithischen Außenwänden aus perlitgefüllten Plan-Wärmedämmziegeln errichtet. Im Gegensatz zu der harten und schützenden Oberfläche der weißen, nach außen gerichteten Mauern werden sämtliche nach „innen“ gerichteten Flächen, Einschnitte und Öffnungen der Wände – gleich der Südwestfassade – mit einer Lärchenholzschalung verkleidet, welche in warmen und weichen Kontrast mit dem Mauerwerk tritt. Die Fensteröffnungen der zum öffentlichen Raum orientierten Fassaden des Kindergartens nehmen die längsorientierten Fensterelemente der Nachbarsgebäude auf und werden zu Fensterbändern zusam-mengefasst. Diese werden als Fassadeneinschnitte mit einem massiven umlaufenden Holzrahmen und mit nach innen versetzten Holzfenstern mit verschalten Blindelementen ausgeführt. Während sich das Gebäude zum öffentlichen Raum hin relativ geschlossen gibt, öffnet es sich nach Südwesten zum Grünbereich hin und verbindet die Spiel- und Außenbereiche mit den innenliegenden Gruppenräumen. Die leicht hinter das Mauerwerk zurückspringende Südwestfassade ist als vorgehäng-te Fassade in Holz-Ständerbauweise konzipiert, in welche in freien und ungezwungenen Rhythmus die großflächigen Fensteröffnungen der Aufenthaltsräume eingeschnitten werden.

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piano terra

Materialien Alle Fenster sind geölte oder transparent lasierte Holzfenster, die Innentüren sind Holztüren. Die Decken der Gruppenräume werden mit einer Holzschalung versehen, die Innenwände werden als Ziegelwände mit Kalk- oder Lehmputz errichtet. Die Bodenbeläge sind aus geölten Holzböden bzw. einen Fliesen in den Sanitärbereichen. Sämtliche Möbel sind aus Vollholz hergestellt, auf den Gebrauch von verleimten Werkstoffplatten wird weitestgehend verzichtet. Alle Materialien sollen möglichst hohen ökologischen Ansprüchen gerecht werden und einer möglichst geringen Instandhaltung bedürfen. Sie werden so gewählt und ausgeführt, dass alle Normen bezüglich Wärmedämmung und Akustik mehr als gut eingehalten werden.

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primo piano

Aussenbereiche Die Pausenfläche der Grundschule und der Sandfang des Ebnetwaales werden in ihrer jetzigen Form beibehalten. Gegenüber der Grundschule wird in der derzeitigen Grünzone eine öffentlich zugängliche Freisportanlage errichtet. In der Freifläche zwischen Alterheim, Kindergarten und Friedhof wird ein kleiner Naturerlebnispark vorgesehen. Der Park wird thematisch als eine Verdichtung der bereits bestehenden Parkanlage des Altersheims und als Übergang desselben zur Freisportanlage weitergeführt. Der gepflasterte Bereich des Gehweges vor dem Kindergarten rahmt die neu entstehende Grünfläche mit einer geschwungenen Linie ein, innerhalb der bis zu den Friedhofsmauern eine dichte Vegetation mit möglichst hoher Artenvielfalt vorgesehen ist. Inmitten dieses künstlichen „Urwaldes“ laden Sitzbänke und Informationstafeln zum Verweilen und Lernen/Natur-Erfahren ein, spezielle Pflanzen und Kräuter werden in Pflanztrögen ausgestellt.

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sezione BB

Umwelt und Energie Das Gebäude ist funktional, einfach und kompakt gestaltet, um die Baukosten und den Instandhaltungs-aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Die gestalterische Ausformulierung führt, unterstützt durch die Verwendung entsprechender technologischer Lösungen, zu einem energieeffizienten Gebäude (Klima-hausstandard A). Neben einer entsprechenden thermischen Hülle wird das Gebäude mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, ebenfalls sollen eine Wasseraufbereitungs- und, Regenwassersammelanlage etc. Teil des Gesamtkonzeptes sein. Durch die Verwendung der monolithischen Bauweise und die gezielte Auswahl der Materialien wurde auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, sowie geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten geach-tet.

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