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Zürich, Switzerland

Sportzentrum Heuried

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Städtebau – ein Gebäude

Bereits von der Birmensdorferstrasse her ist das neue Sportzentrum als ein, der Strassenkurve folgendes, pavillonartiges Gebäude zu sehen. Bewusst wird zugunsten eines objekthaften, sich der Topografie anschmiegenden Gebäudekörpers auf einen funktionalen Ausdruck verzichtet. Das Gebäude bildet es einen klar definierten Strassenraum, vermag sich aber durch seine, trotz seiner Grösse, der Wasserschöpfi gegenüber zurückversetzte Platzierung, räumlich sehr gut in den Kontext der umgebenden Wohnhäuser und der bestehenden Parklandschaft einzubetten.

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Mit Hilfe stark zurückgebogener Fassaden reagiert das Sportzentrum in seiner Volumetrie auf alle Seiten. Dadurch schafft es zwischen sich und den umgebenden Nutzungen angemessene und differenziert bespielbare Räume. Durch die geschwungene, elegante Silhouette hat das Gebäude trotz der geringen Höhe, von allen Seiten eine angemessene Präsenz. Durch die geschwungenen Fassaden definiert die Volumetrie zum Park hin auf der einen Seite differenzierte Aussenräume, die je nach Winter- und Sommernutzung unterschiedlich geschaltet werden können und vermittelt geschickt zwischen diesen Bereichen.

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Gleichzeitig ist das Gebäude mit seiner aussergewöhnlichen Form selbstverständlich in die gewachsene Topografie eingebettet, wobei das Sportzentrum strassen- wie auch parkseitig ebenerdig erschlossen ist. Die sich dadurch ergebende vertikale Schichtung der Nutzungen bringt eine beträchtliche Reduktion des Footprints des Gebäudes, was wiederum der schieren Grösse und der Massstäblich gegenüber dem Schwimmbad zu Gute kommt.

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Aussenraumgestaltung – ein Park
Der Typologie des stark durchgrünten Quartiers folgend, ist das neue Gebäude in einen Park eingebettet, wobei sich der Grünraum um das Gebäude herum hin zieht. Entsprechend, werden fast alle Bäume und Büsche auf dem Areal erhalten. Die Grundkonzeption der Anlage, die Einrichtungen einzubinden, wird weiterentwickelt und verstärkt. Das Freibad bleibt strukturell und gestalterisch bestehen. Geringe topographische Anpassungen zwischen Becken und Ausseneisfeld ermöglichen eine Erweiterung der Liegewiese in gewünschter Nähe zu Wasserbecken und dem neu gesetzten Planschbecken.

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Neu durchzieht ein frei verlaufendes Wegenetz den Park und stellt die Verknüpfung der einzelnen Infrastrukuren untereinander, in selbstverständlicher Art sicher. Die Heckenstrukturen um die Wasserbecken werden aufgenommen und als Gestaltungselement entlang der Wege wiederholt. Durch die räumliche Gliederung entstehen vielseitig gestaltete und nutzbare Zonen mit höchstmöglicher Aufenthaltsqualität. So unterstützt die Konzeption des Parks zum einen die unterschiedlichen Nutzungen während der verschiedenen Jahreszeiten, lässt aber gleichzeitig die Grenzen zwischen den Nutzungen räumlich und inhaltlich verschwinden wobei eine Gesamtanlage entsteht. Insbesondere der Sommerbetrieb profitiert von den vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten des Winterbetriebes.

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Den bestehenden Eisfeldern wird auch im Sommer eine besondere Bedeutung beigemessen und in die Konzeption integriert. Auf dem stillgelegten Feld bietet ein grosses Holzdeck mit kleinkronigen Bäumen in mobilen Töpfen (aufgestellt über Stützen der Tiefgarage) einen klimatisch und atmosphärisch angenehmen Ort als willkommene Ergänzung zur Liegewiese. Das Eisfeld nebenan wird mit einem Ausschnitt des Quartiers in Form eines Schwarzplanes bemalt. Vor Ort können im Sommer Inlineskates und kleine Spezialvelos gemietet werden, mit denen dann durchs „Quartier“ gefahren werden kann, wobei die Fläche auch zum Hockey oder Basketball spielen einlädt.

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Konstruktion/Nachhaltigkeit/Wirtschaftlichkeit
Das Gebäude lässt sich kostengünstig realisieren und folgt in allen Aspekten den Anforderungen von Minergie. Das kompakte Gebäudevolumen bietet in Kombination mit der Optimierung von Wärmedämmung und Verglasung eine ideale Voraussetzung für die Unterbietung der gesetzlichen Anforderungen und Erreichung des Minergie-Standards. Sämtliche Räume verfügen über optimale Tageslichtverhältnisse. Die Wahl der Materialien und Konstruktionsweise erfolgt nach ökologischen und ökonomischen Betrachtungen. Durch seine Modulare und höchst flexibel erweiterbare und umnutzbare Struktur lässt sich das Gebäude auch in Zukunft einfach an sich verändernde Anforderungen umrüsten. Bei der Anordnung der Räume wurde stark auf die funktionalen Nähe und Synergie der einzelnen Bereiche geachtet geachtet, so dass der Betrieb mit geringem Personalaufwand und kurzen Wegen effizient bewerkstelligt werden kann.

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