© Bez + Kock Architekten . Published on April 29, 2009.
Städtebau
© Bez + Kock Architekten . Published on April 29, 2009.
Die Fachhochschule Ingolstadt soll in mehreren Etappen erweitert werden. Für diese Erweiterungen wird ein klar struk- turiertes Geviert mit mehreren gegeneinander versetzten Baufeldern geschaffen. Ein lang gestreckter Baukörper mit Seminarräumen, Fachbereichen und Verwaltung verknüpft die bestehende Baustruktur mit den künftigen Erweiterungen.
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Die drei Baukörper des ersten Bauabschnittes umschließen gemeinsam mit der Giessereihalle den FH-Platz, der von der Rossmühlstraße aus in die Tiefe des Grundstücks führt. Die bestehende Bibliothek sowie die Glashalle werden nach Süden hin verlängert, so dass hier ein neuer Haupteingang entstehen kann. Auch die Zugänge von Hörsaalgebäude und Laborgebäude orientieren sich zum zentralen FH-Platz. So kann bereits mit Fertigstellung des ersten Bauabschnittes eine funktionierende städtebauliche Konfiguration geschaffen werden.
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Die künftigen Erweiterungen erfolgen zu beiden Seiten des in Nord-Südrichtung verlaufenden Campusbandes. Dies gewährleistet eine einfache Orientierung innerhalb der wachsenden Fachhochschule.
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Das Hotel mit angrenzendem Kongresszentrum besetzt die prominente Ecke an der Einmündung der Rossmühlstraße in die Donaulände und setzt mit seinem Zimmerturm einen markanten städtebaulichen Akzent an der Silhouette der Donau. Die Zimmer profitieren von einer ungewöhnlichen Lagegunst in unmittelbarer Nähe zu Innenstadt und Donau verbunden mit einer beeindruckenden Aussicht.
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Das Büro und Schulungsgebäude erhält seine Adresse an der Rossmühlstrasse gegenüber dem neuen Schloss. Der gemeinsame Vorplatz mit Hotel und Kongresszentrum schafft die bauliche Basis für Synergieeffekte im künftigen Betrieb.
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Für die ehemalige Giessereihalle sind dank ihrer zentralen Lage und der baulichen Struktur vielfältige Szenarien denkbar, die von einer Nutzung im Rahmen der Fachhochschule (Mensa, Öffentlichkeitsarbeit, Bibliothek), einem charaktervollen Tagungs- und Veranstaltungssaal für Hotel / Kongresszentrum / Schulungsgebäude bis hin zu einem unabhängigen Ausstellungsgebäude reichen. Wichtig wird es lediglich sein, diese Potenziale auch zu aktivieren.
Bibliothek
Die bestehende Bibliothek wird nach Süden hin erweitert. Sie erhält eine großzügige Eingangssituation unmittelbar am Zugang zum Gebäude. Die Bibliothek entwickelt sich über drei Geschosse die über einen zentralen Luftraum miteinander verbunden sind. Die besondere inhaltliche Rolle der Bibliothek für die Fachhochschule spiegelt sich in deren prominenter Lage am Zugang zum FH-Campus wider.
Seminar, Fachbereiche, Verwaltung
Im Erdgeschoss des lang gestreckten Gebäudes befinden sich die Seminar- und Projekträume sowie der EDV-Pool mit Orientierung zum FH-Platz. Eine großzügig geschwungeneTreppe führt ins 1.Obergeschoss zu den Räumen der einzelnen Fachbereiche. Die zentrale Verwaltung befindet sich in kompakter Anordnung im 2.Obergeschoss, ihr vorgelagert ist eine breite Dachterrasse. Durch die mittig angeordneten Treppenläufe und Lufträume entsteht ein offenes und kommunikatives Gebäude.
Hörsaalgebäude
Das viel frequentierte Hörsaalgebäude findet seinen Platz an der zentralen Schnittstelle von FH-Platz und Campusband. Über eine gedeckte Zugangssituation gelangen die Besucher in ein zenital belichtetes Foyer, welches sich nach oben hin weitet. Offene Treppenanlagen führen hinauf in die beiden Obergeschosse des Hauses. Alle Hörsäle werden im Sinne einer einfachen Orientierung im Gebäude unmittelbar vom Foyer aus erschlossen. Den Hörsälen sind jeweils angemes- sen dimensionierte Pausenflächen vorgelagert die gleichermaßen als Kommunikations- und Ausstellungsbereiche dienen
Laborgebäude
Die 5m hohen erdgeschossigen Laborräume umschließen das zentral angeordnete Foyer von drei Seiten. Der Zugang zum Gebäude erfolgt von der vierten Seite vom Campus-Platz aus. Alle erdgeschossigen Labore können über Sektionaltore unmittelbar von außen angedient werden, ohne dass die Eingangssituation des Hauses beeinträchtigt wird. Die kleineren Labore in den Obergeschossen erlauben ein zurückspringen des Baukörpers nach oben und somit ein sowohl innenräumlich als auch baukörperlich reizvolle Konstellation.
Weitere Erweiterungen
Das zusätzliche Forschungsgebäude erweitert den Campus nach Süden und orientiert sich an der baulichen Struktur der übrigen Gebäude. Die unterirdisch angeordnete Crashbahn wird direkt aus der Tiefgarage erschlossen. Die Erweiterung um zusätzliche 200 Studienplätze erfolgt analog dazu am Nordrand des Baufeldes. Zudem sind zwei weitere bauliche Erweiterungen unterschiedlicher Größe innerhalb des vorgegebenen Rahmens möglich.
Freianlagen
Die Gestaltung der Freiräume unterstützt den städtebaulichen Ansatz. Der FH-Platz versteht sich als neues Entree der Hochschule. Über den Platz gelangen Nutzer und Besucher zum FH-Hauptgebäude, zur Alten Gießerei wie auch zum sog. „Campus-Band”, das die Neubauten in Nord-Süd-Richtung erschließt. Das Campus-Band dient als gemeinsame Adresse für die anliegenden Gebäude und dient gleichzeitig als Ort für Aufenthalt und Begegnung. Laubbäume mit filigranem Blattwerk bieten reizvolle Schattenbilder. Im Schnittpunkt von FH-Platz und Campus-Band setzt sich ein Baumfeld mit wassergebundener Decke von den befestigten Flächen der Umgebung ab. Das Baumfeld dient als zentraler Treffpunkt und offeriert Sitzmöglichkeiten vis-a-vis des Hörsaalfoyers.
Über die Freiräume bindet sich der erweiterte Campus in die Umgebung ein. Der FH-Platz stellt eine prominente Verbindung über einen neu zu ordnenden Paradeplatz mit der Altstadt dar. Nach Osten knüpfen Wege an die Grünanlagen des Glacis an. Hier entwickelt der Entwurf die Bestandssituation weiter: Der Glacis-Wald rahmt einen großzügigen, offenen Freiraum („Glacis-Wiesen”) und schirmt ihn von der Bahn ab. Das Wegenetz des Parks bindet Glacis-Flächen im Norden an. Auch wird eine neue Unterführung in Richtung östliches Stadtgebiet vorgeschlagen.
Nach Süden hin leiten Wald und Wege die Besucher auf eine neue „Donau-Terrasse”. Diese bildet einen prominenten Abschluss des Glacis nördlich der Donau. Gleichzeitig verknüpft die Donau-Terrasse das Glacis über den Park am Alten Schloss mit der Altstadt und führt Besucher zum Donausteg. Die Donau-Terrasse bildet Zugang und Außenraum für das Museum für konkrete Kunst und Design und erlaubt es auch dem neuen Hotel, sich mit einer südorientierten Aussengastronomie zur Donau hin zu präsentieren.
Die ausgegrabenen Fundamente der Festungsanlage „Fronte Raglovich” werden in einem definierten, weil nicht überschütteten „Reliktfeld” erhalten und in Szene gesetzt. Das Reliktfeld verbindet Fachhochschule und Museum Kavalier Dallwigk und wird durch einen Steg für Besucher erschlossen.
Das neue Hotel mit Konferenzzentrum sowie das Büro und Schulungszentrum erhalten durch einen „Entree-Platz” eine separate Erschließung. Der Platz ist mit Fahnenmasten und Wasserbecken repräsentativ gestaltet. Ein Weg führt hinüber zum Reliktfeld, so dass die Freiraumqualitäten des Glacis auch Hotel und Schulungszen
Landschaftsarchiktektur
Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur
Tragwerk
Weischede Herrmann und Partner GmbH Beratende Ingenieure
Gebäudetechnik
Henne & Walter GbR Ingenieurbüro für Gebäudesysteme
Visualisierung
Renderbar Jörg Röhrich – Freier Architekt
Modellbau
Michael Lo Chiatto Architekturmodellbau