Result September 13, 2012. published on October 18, 2012
Die Sporthalle Schachen ist Ende der 60er-Jahre durch die Architekten Aeschbach und Felber, Aa- rau, geplant und erstellt worden. Die als Mehrzweckanlage konzipierte Anlage hat den damaligen Bedürfnissen entsprochen und ist seit der Eröffnung im Jahre 1970 ohne nennenswerte Anpassun- gen betrieben worden. Das Bundesamt für Sport (BASPO) hat die Sporthalle Schachen 1997 in den Katalog der Sportanlagen von nationaler Bedeutung (NASAK) für die Nutzungen Badminton, Hand- ball, Kunstturnen und Unihockey aufgenommen.
Im Laufe der rund 40-jährigen Nutzungszeit haben sich die Bedürfnisse verändert; die Ansprüche sowie die gesetzlichen Mindestanforderungen – beispielsweise in Bezug auf den Wärmedämmwert der Gebäudehülle, die Fluchtwege und die Behindertengerechtigkeit – sind erheblich gestiegen. Die Geometrie der Tribünen entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Da viele Bauteile das Ende ihrer Nutzungsdauer fast erreicht oder teilweise schon überschritten haben, sind die baulichen, betrieblichen und energetischen Mängel heute gravierend und es besteht ein dringender Hand- lungsbedarf.
Aufgrund dieser Ausgangslage wurden Transformationsvarianten der bestehenden Halle und auch die Neubauvariante vertieft geprüft. Diese Grundlagen zeigen klar, dass die Neubauvariante aus ökonomischen und funktionellen Gründen weiter zu verfolgen ist.
Der Einwohnerrat hat einen Projektierungskredit für den Neubau gutgeheissen, welcher der Durch- führung eines Gesamtplanerwettbewerbs im selektiven Verfahren und der Ausarbeitung eines Bau- projektes mit Kostenvoranschlag dient.
Das Projektierungsvorhaben kann auf eine breite Unterstützung zählen. Vorabklärungen haben er- geben, dass Subventionen von mehreren Millionen Franken (Bund: NASAK; Kanton: Sport-Toto- Fonds) realistisch sind.
Aufgabe
Die Aufgabe an die Gesamtplaner besteht darin, für den Neubau der Sporthalle Schachen einen Projektvorschlag zu erarbeiten.
Das Raumprogramm umfasst eine unterteilbare Dreifachsporthalle mit Tribünen für ca. 3’000 Zu- schauer und Zuschauerinnen, einen VIP-Bereich, Garderoben und Nebenräume. Das Zusatzpro- gramm umfasst eine Einfachhalle mit den zugehörigen Nebenräumen. Diese Halle muss als separa- te Etappe realisiert werden können.
Für diese Aufgabe werden Gesamtplaner gesucht, die das Potential haben, dieses komplexe Vorha- ben mit hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität sowie ausgeprägtem Kostenbewusst- sein entsprechend den Vorgaben zu planen.
Eine Teambildung mit Fachleuten aus folgenden Sparten ist vorgeschrieben:
Architektur (federführend)
Landschaftsarchitektur
Bauingenieurwesen
Darüber hinaus ist zu empfehlen, bereits im Rahmen der Präqualifikation Fachleute aus folgenden Sparten ins Team zu integrieren:
HLKSE-Ingenieurwesen
Nachhaltigkeitsmanagement
Für die Präqualifikation sind zwingend Fachleute aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwe- sen und Landschaftsarchitektur zu benennen. Die vollständige und definitive Teamzusammen- setzung ist erst für den Gesamtplanerwettbewerb Bedingung und dann durch die Veranstalterin zu genehmigen (Qualitätssicherung). Das Preisgericht schlägt der Veranstalterin vor, aus dem Kreis der Bewerbenden bzw. Bewerbungsgemeinschaften max. 10 Gesamtplaner zur Teilnahme am Projekt- wettbewerb einzuladen. Der Entscheid über die Teilnahme erfolgt durch den Stadtrat.
Zwei Plätze für Teilnehmende sind für Nachwuchsteams mit entsprechendem Potential reserviert (federführende Architekten, d. h. Büroinhaber mit Jahrgang 1972 oder jünger). Die bewerbenden Teams haben sich in der Selbstdeklaration I. Teil entsprechend zu bezeichnen.
Beurteilungskriterien und Gewichtung für die Präqualifikation der Teams (ausser den Nachwuchs- teams):
Qualität der Referenzobjekte von vergleichbaren projektierten oder realisierten Bauten, Gewich- tung 70 %.
Fachkompetenz (Ausbildung und Erfahrung der Inhaber/leitenden Mitarbeiter) und der Schlüs- selpersonen (Projektleiter) sowie organisatorische Kompetenz der Teams (personelle und infra- strukturelle Ressourcen), Gewichtung 30 %.
Beurteilungskriterien für die Vorauswahl der Nachwuchsteams:
Qualität der Referenzobjekte von entweder realisierten oder projektierten und auch Wettbe- werbsbeiträgen von ähnlicher Komplexität und Grösse, Gewichtung 80 %.
Fachkompetenz (Ausbildung und Erfahrung der Inhaber/leitenden Mitarbeiter) und der Schlüs- selpersonen (Projektleiter), Gewichtung 20 %.
Für das Präqualifikationsverfahren wird keine Entschädigung ausgerichtet.
Abgabe der Bewerbung: 10.11.2011
Teilnahme
Der Wettbewerb richtet sich an Gesamtplanerteams aus den Disziplinen Architektur, Bauingenieur- wesen, Gebäudetechnikplanung (Elektro, Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär), Landschaftsarchi- tektur und Nachhaltigkeitsmanagement. Die Federführung innerhalb des Gesamtplanerteams liegt bei den Architekten.
Teilnahmeberechtigt sind Teams, bestehend aus Personen und Firmen, mit Wohn- oder Geschäfts- sitz in der Schweiz oder in einem Vertragsstaat des GATT/WTO-Übereinkommens über das öffentli- che Beschaffungswesen, soweit dieser Staat Gegenrecht gewährt. Die Teilnehmenden müssen über das nötige Potential und die erforderliche Kapazität verfügen, um dieses Vorhaben zu projektieren.
Die Teilnehmenden können gegenüber der Veranstalterin gleichgeordnet (einfache Gesellschaft) oder in einem Unterordnungsverhältnis (Unternehmung – Subunternehmung) auftreten. In jedem Fall muss der Bestand der Zusammenarbeit von Architekten/Architektinnen, Bauingenieu- ren/Bauingenieurinnen und Landschaftsarchitekten/architektinnen garantiert werden. Die Federfüh rung liegt bei den Architekten/Architektinnen.