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Bando
GrünBerlin Park und Garten GmbH, Sangerhauser Weg 1, Kontakt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung Städtebau und Projekte, Referat II D, z. Hd. von Almut Jirku, 12349 Berlin, DEUTSCHLAND. Tel. +49 309025-2018. E-Mail: almut.jirku@senstadt.berlin. Fax +49 309025-2533. · Berlin, Germania · Scaduto 14/05/2010

Mit der Einstellung des Flugbetriebes auf dem Flughafen Tempelhof am 31.10.2008 gewinnt Berlin ein großes innerstädtisches Areal zurück, das der Stadtentwicklung über Jahrzehnte entzogen war und nunmehr schrittweise entwickelt und wieder in den Stadtorganismus eingegliedert werden kann. Damit sind große Chancen verbunden.
Die Wettbewerbsaufgabe ist zu bearbeiten im Rahmen des für die Entwicklung des Tempelhofer Feldes maßgeblichen Leitbildes einer ressourceneffizienten, partnerschaftlich-integrativen und unternehmerisch-wirtschaftlich-zukunftsorientierten Stadtentwicklung, die auch auf Eigeninitiative der Bürgerschaft setzt. Wegen des langen Realisierungszeitraumes wird eine ausgeprägte prozessorientierte Herangehensweise erforderlich sein.
Die Chance, innerhalb einer dichten innerstädtischen Bebauung eine Parklandschaft dieser Größenordnung entwickeln zu können, ist mindestens europaweit einmalig. Die Transformation des Geländes und die Integration in die bestehende Stadt wird eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Die Integration bezieht sich sowohl auf die räumliche Verknüpfung mit dem Grundriss der angrenzenden Stadt- und Freiräume als auch auf die Verknüpfung mit den unterschiedlichen sozialen Milieus von Nord-Neukölln, Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg sowie den geplanten neuen Stadtquartieren mit ihren Adressen für die Kreativwirtschaft, für Zukunftstechnologien und für innovatives, städtisches Wohnen. Die neue Parklandschaft als gemeinschaftlicher öffentlicher Raum soll hier eine besondere Vermittlungsfunktion in räumlicher, sozialer und ästhetischer wie auch in ökologischer und wirtschaftlicher Sicht übernehmen.
Ein neuer Typus einer städtischen Parklandschaft soll entstehen, welcher dem Bedürfnis nach Natur in der Stadt, dem Anspruch nach Raum für Bewegung und Begegnung aber auch neuen Ansprüchen an öffentlichen Raum gerecht werden. Die Parklandschaft ist Ort der Integration einer multikulturellen, sozial durchmischten und älter werdenden Stadtgesellschaft. Dabei können sich Teilgruppen Bereiche aneignen, dennoch muss der Park öffentlich und für alle benutzbar bleiben. Öffentliche Mittel für den Unterhalt werden immer weiter reduziert. Deshalb sind neue Konzepte der Bewirtschaftung erforderlich. Diese Ansprüche werden ganz neue Bilder einer urbanen Parklandschaft generieren.
Es werden hohe Erwartungen an die einzureichenden Entwürfe gerichtet, sowohl in gestalterischer wie inhaltlich/funktionaler Hinsicht. Die neue Parklandschaft Tempelhof soll ein attraktiver Ort nicht nur für die angrenzenden Quartiere sondern auch für ganz Berlin und seine Besucher/innen sein und auch zur „Markenbildung“ für die Gesamtentwicklung beitragen. Darüber hinaus wird ein Beitrag zur Entwicklung eines neuen Typus von städtischer Parklandschaft erwartet, sowohl was die Ästhetik wie was die Angebote betrifft. Weiterhin soll die Parklandschaft einen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten wie auch durch Nutzungen zum eigenen Unterhalt beitragen.
Der Charakter des Ortes, der zur Zeit durch seine Weite fasziniert, soll erhalten bleiben. Gleichzeitig ist die Aufenthaltsqualität zu verbessern. In diesem Spannungsfeld ist im Entwurf Position zu beziehen, unter Beachtung vielfältiger Aspekte. Die Landebahnen sollen erhalten bleiben; auch andere historische Spuren sind einzubeziehen.
Die neue Parklandschaft ist als Raum mehrfach codiert: sie ist grüner Raum zur aktiven Erholung und des Rückzugs, zugleich naturnah und künstlich gebauter Ausdruck des zeitgenössischen Naturverständnisses, Ort der Repräsentation und Bühne der interkulturellen Stadtgesellschaft sowie veränderbarer Interaktions- und Kreativraum. Darüber hinaus ist er auch Naturraum mit wertvollen Vorkommen seltener Pflanzen- und Tierarten der Offenlandschaft sowie ein Ort mit einer bedeutenden Historie.
Diese Ansprüche in einem Entwurfskonzept räumlich und funktional zu arrangieren und ihnen eine Form zu geben, die ästhetisch überzeugt, unter Berücksichtigung der Geschichte, des Charakters und der im Wandel befindlichen Identität des Ortes, dem ein zeitgemäßer Ausdruck zu verleihen ist, stellt hohe Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer und –teilnehmerinnen.

ART DES WETTBEWERBS:
Offen

Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen: 14.5.2010

Für Preise stehen insgesamt 100 000 EUR netto zur Verfügung

Namen der ausgewählten Preisrichter:

  1. Christophe Girot, Landschaftsarchitekt Zürich, Paris.
  2. Undine Giseke, Landschaftsarchitektin, Berlin.
  3. Dr. Andreas Kipar, Landschaftsarchitekt, Mailand, Duisburg.
  4. Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekt, Bonn.
  5. Christa Reicher, Architektin, Aachen, Dortmund.
  6. Regula Lüscher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Senatsbaudirektorin.
  7. Reiner Nagel, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilungsleiter Stadt- und Freiraumplanung.
  8. Oliver Schworck, Stadtrat für Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.
  9. Thomas Blesing, Bezirksstadtrat für Bauwesen, Bezirksamt Neukölln.